Sie sehen hier eine Liste aller Archipel Artikel der Ausgabe 199 (12/2011).
MIGRATION: Boats 4 People

Am April 2012 starten Schiffe der Solidarität gegen das Sterben von Flüchtlingen und MigrantInnen im Mittelmeer.Die Liste der ertrunkenen oder verdursteten Boatpeople wurde immer länger im Sommer 2011, die Situation ist und bleibt unerträglich. Vor diesem Hintergrund fordern antirassistische Netzwerke ein direktes Handeln, um dem tödlichen EU-Grenzregime Einhalt zu gebieten. Mit «Schiffe der Solidarität - das Sterben im Mittelmeer stoppen» ist seit einigen Monaten1 ein transnationales Projekt in Planung, mit dem Flüchtlinge und MigrantInnen auf ihrem Weg nach Europa durch unmittelbares Eingreifen vor Ort unterstützt werden sollen. Im April 2012 werden mehrere kleine Schiffe von Italien aus in See stechen, in entgegengesetzter Richtung zu den Fluchtrouten der Boatpeople: voraussichtlich von Rom über Sizilien und Lampedusa bis zu verschiedenen Häfen in Tunesien. Das Projekt soll zeitgleich zum maghrebinischen Sozialforum in Tunis stattfinden und zielt auf eine mediterrane Vernetzung, die ein dauerhaftes Beobachten zwischen der nordafrikanischen Küste und den südeuropäischen Inseln in Gang bringen will. Original Author: Hagen Kopp (kein mensch ist illegal/Hanau)
Von Hagen Kopp (kein mensch ist illegal/Hanau), eingestellt am 28.12.2011 weiterlesenTSCHECHIEN: Hass gegen Roma. Schulterschluss zwischen Bevölkerung und extremer Rechter

In einer soziologischen Studie des Centrum pro vyzkum verejného mineni (Zentrum zur Erforschung der öffentlichen Meinung, CVVM) in Tschechien antworteten im Jahr 2009 77 Prozent der Befragten, dass ihnen Roma «unsympathisch» seien; auf einer Beliebtheitsskala von eins (sehr sympathisch) bis sieben (sehr unsympathisch) erhielten Roma mit 5,7 den mit Abstand schlechtesten Wert aller ethnischen Minderheiten.Die etwa 200.000 Roma, unge-fähr drei Prozent der Gesamtbevölkerung, leben in Tschechien überwiegend ghettoisiert. Mehrere hundert von ihnen wohnen in den Kleinstädten des tschechisch-deutschen Grenzgebietes, dem so genannten Schluckenauer Zipfel. In dieser Region mit überdurchschnittlich hoher Arbeitslosigkeit und unterdurchschnittlichen Löhnen sind Roma in den letzten Wochen verstärkt zum Sündenbock für eine allgemeine Unzufriedenheit geworden. Original Author: Lara Schultz, Robert Andreasch
Von Lara Schultz, Robert Andreasch, eingestellt am 28.12.2011 weiterlesenRUMÄNIEN: Rosia Montana: Es geht um mehr als nur Gold

Die vergangenen Wochen waren geprägt von einer verschärften Auseinandersetzung um Europas größten geplanten Goldtagebau. Die Befürworter geben sich grün und wollen eine Kulturlandschaft opfern. Die Bedingungen für das Goldprojekt waren nie so günstig wie jetzt. Aber auch der Widerstand für die Rettung des Ortes ist reifer geworden. Original Author: Joachim Cotaru (EBF-Rumänien)
Von Joachim Cotaru (EBF-Rumänien), eingestellt am 28.12.2011 weiterlesenGESTERN - HEUTE - MORGEN: Der 200. Jahrestag der Ludditen

Im November 1811 begann in England die Aufstandsbewegung der Ludditen. Zahllose freie Textilhandwerker revoltierten gegen die Industrialisierung ihres Berufes, die sie dazu zwang, ihre Form von gemeinschaftlichem Leben, gegründet auf häuslicher Wirtschaft, aufzugeben, um zukünftig als Lohnarbeiter in Fabriken zu arbeiten, dem Arbeitsmarkt ausgeliefert und von einem Chef abhängig zu sein.Sie zerstörten die neuen Web-, Spinn- und Appreturmaschinen und steckten bis einschließlich 1812 und später mehrere Fabriken in Brand. Dabei beriefen sich die Handwerker auf Ned Ludd, der um 1790 herum als erster eine Maschine mit Hammerschlägen zerstörte und erklärten «König Ludd» oder «General Ludd» zu ihrem fiktiven Oberhaupt.Dieser Widerstand gegen die Industrialisierung sollte sich in der Folge über ganz Europa ausbreiten und noch heute begehren Bewohner in zahlreichen so genannten «Schwellen»-ländern gegen große Industrieprojekte auf, weil sie ihres Grund und Bodens und ihrer natürlichen Lebensgrundlagen beraubt werden. Original Author: François Jarrige*
Von François Jarrige*, eingestellt am 28.12.2011 weiterlesenLAND - WIRTSCHAFT: Hunger in Europa

Mit diesem Artikel setzen wir die Serie vom April und Mai zum Thema «Hunger» oder «Die tragische Notwendigkeit zu essen.» auf der Grundlage des Buches «Geopolitik des Hungers»1 von Josué de Castro fort. Das Thema hat nach wie vor hohe Aktualität, und mehr denn je zuvor ist der Mensch verantwortlich für das Phänomen Hunger. Im folgenden Artikel werden wir den Kontinent Europa und in einem späteren Artikel Asien behandeln.Seit der Antike ist Europa trotz des gemäßigten Klimas, reicher Böden und geringer Bevölkerungsdichte mit Hunger konfrontiert gewesen. Von den zahlreichen Ursachen kommt den Klimaschwankungen eine wichtige Bedeutung zu. Zur Klimageschichte (2) Original Author: Jacques Berguerand (Longo maï)
Von Jacques Berguerand (Longo maï), eingestellt am 28.12.2011 weiterlesenletzte KommentareRSS
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