Sie sehen hier eine Liste aller Archipel Artikel der Ausgabe 215 (04/2013).

DOSSIER TUNESIEN: Seismographische Notizen vom Weltsozialforum

DOSSIER TUNESIEN: Seismographische Notizen vom Weltsozialforum

Das Weltsozialforum hat uns vom 26. bis 30. März nach Tunis geführt. Hier einige Beobachtungen von dem gigantischen Anlass, der von den Spannungen in Afrika und besonders von der Situation im arabischen Raum geprägt war.Mein erster Eindruck am Flughafen von Tunis war ein großer Panzerwagen der Polizei, der in einem erbärmlichen Zustand war – es war deutlich zu sehen, dass er sehr unter Steinwürfen gelitten hat. Ein weiterer erster Eindruck vom Weltsozialforum war die staatliche Telefongesellschaft Tunisie Télécom, die, immer noch am Flughafen, den Teilnehmer_innen eine gratis SIM-Karte mit einem Miniguthaben für ihr Handy überreichte.Das WSF ist und bleibt ein großes Tohuwabohu, in dem man sich nur mit Mühe zurechtfindet – mit 50.000 Teilnehmenden, 900 Workshops und dem El Manar Campus, der komplett belegt war mit Ständen, Zelten und Organisationen, die so unterschiedlich wie widersprüchlich waren. Da war die Marokkanische Regierung mit ihrem riesigen Zelt, die den Machtmissbrauch der Polisario in der Westsahara anprangerte und, weniger als 500 Meter weiter, das Zelt der Saharaouis, die für die Unabhängigkeit eben dieser Westsahara kämpfen. Original Author:  Cedric Bertaud Radio Zinzine

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DOSSIER TUNESIEN: Seismographische Notizen vom Weltsozialforum

DOSSIER TUNESIEN: Seismographische Notizen vom Weltsozialforum

Das Weltsozialforum hat uns vom 26. bis 30. März nach Tunis geführt. Hier einige Beobachtungen von dem gigantischen Anlass, der von den Spannungen in Afrika und besonders von der Situation im arabischen Raum geprägt war.Mein erster Eindruck am Flughafen von Tunis war ein großer Panzerwagen der Polizei, der in einem erbärmlichen Zustand war – es war deutlich zu sehen, dass er sehr unter Steinwürfen gelitten hat. Ein weiterer erster Eindruck vom Weltsozialforum war die staatliche Telefongesellschaft Tunisie Télécom, die, immer noch am Flughafen, den Teilnehmer_innen eine gratis SIM-Karte mit einem Miniguthaben für ihr Handy überreichte.Das WSF ist und bleibt ein großes Tohuwabohu, in dem man sich nur mit Mühe zurechtfindet – mit 50.000 Teilnehmenden, 900 Workshops und dem El Manar Campus, der komplett belegt war mit Ständen, Zelten und Organisationen, die so unterschiedlich wie widersprüchlich waren. Da war die Marokkanische Regierung mit ihrem riesigen Zelt, die den Machtmissbrauch der Polisario in der Westsahara anprangerte und, weniger als 500 Meter weiter, das Zelt der Saharaouis, die für die Unabhängigkeit eben dieser Westsahara kämpfen. Original Author:  Cedric Bertaud Radio Zinzine

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DOSSIER TUNESIEN: Detailansicht der Politik

DOSSIER TUNESIEN: Detailansicht der Politik

Nach einer Woche Aufenthalt in Tunis ist es mir natürlich nicht möglich, eine klare und präzise Sicht der sehr komplexen politischen Situation in Tunesien zu haben. Dennoch, hier meine Eindrücke, verbunden mit dem Ansatz einer Analyse. Gleich zu Anfang wurden wir von El Watad, der Partei der demokratischen Patrioten, empfangen. Dieser Partei gehörte der linksextreme Oppositionelle Chokri Bélaïd an, der am 6. Februar 2012 umgebracht wurde. Sein Mord, der - so scheint es - von Professionellen ausgeführt wurde, hat die tunesische Gesellschaft zutiefst schockiert. Eine Konsequenz daraus war die Beschleunigung des bereits begonnenen Aufbaus einer Volksfront gemeinsam mit der P.O.T., der tunesischen Arbeiterpartei (das C für «Communiste» wurde fallen gelassen) mit Hamma Hammami, und einer Reihe anderen, kleineren Parteien. Diese Front soll die drittstärkste politische Kraft im Land werden und entweder mitregieren, oder zumindest die Linie der Regierung beeinflussen. Chokri Bélaïd gilt als Märtyrer und wird als solcher benutzt. Original Author:  Cedric Bertaud Radio Zinzine, Frankreich

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DOSSIER TUNESIEN: Underground

DOSSIER TUNESIEN: Underground

In Tunesien gibt es, wie in anderen Ländern auch, Bewegungen und Tendenzen, die sichtbar und in den Medien präsent sind und andere, die sich im Untergrund abspielen.Aus Anlass des Weltsozialforums wurde von einer Gruppe, die sich die Ungehorsamen nennen, ein Boykottappell lanciert. Diese, sich  Anarchist_innen nennende Gruppe, hat auf dem Gelände des Forums einen Platz besetzt und ein improvisiertes Zeltlager mit einer selbstverwalteten Küche eingerichtet. Diese Ungehorsamen prangerten das Sozialforum als Forum des Kapitals an. Die Kritik scheint durchaus berechtigt, schaut man sich die Sponsoren dieses Anlasses, wie etwa die stark präsente Tunisie-Telecom, an. Ein weiterer Kritikpunkt war die Rolle des Staates. Die Teilnehmenden am Forum, insbesondere die Organisationen, die an Workshops oder Konferenzen und Debatten teilgenommen haben, sind in der Mehrzahl für eine Stärkung des Staates gegenüber dem Markt und lassen dabei außer Acht, dass dies zwei Seiten derselben Medaille sind. Der von den Ungehorsamen besetzte Platz war am Anfang recht klein, hat sich aber während des Forums immer weiter vergrößert. Original Author:  Cedric Bertaud Radio Zinzine, Frankreich

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DOSSIER TUNESIEN: Zwischen Migration und Prekarisierung

DOSSIER TUNESIEN: Zwischen Migration und  Prekarisierung

Tagebuchnotizen einer Reise durch fünf tunesische Städte, die  in das UNO-Flüchtlingslager in Choucha führt und nach Tunis zu den Angehörigen von vermissten Bootsflüchtlingen. Teil 2 Regueb am 29.12.2012 Original Author:  Hagen Kopp, Hanau Welcome to Europe

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