Sie sehen hier eine Liste aller Archipel Artikel der Ausgabe 228 (07/2014).

UKRAINE / SCHWEIZ: Die Ukraine im Umbruch

UKRAINE / SCHWEIZ: Die Ukraine im Umbruch

Am 29. Juni fand in Bern eine Tagung zum Thema «Die Ukraine im Umbruch: Was können wir zur Stärkung der Zivilgesellschaft beitragen?» (1) statt. Die zahlreichen Teilnehmer_innen waren mit grossem Engagement dabei, um den Berichten der ukrainischen Gäste zu folgen und in den Arbeitsgruppen Ideen auszutauschen. Bei dieser Gelegenheit konnten wir Konstantin Reutskiy, Menschenrechtsaktivist aus der ostukrainischen Stadt Luhansk (2), über die Situation in der umkämpften Ostukraine befragen. Archipel: Welches sind deiner Ansicht nach die Ursachen des bewaffneten Konflikts in Luhansk und Donetsk?K.Reutskiy: Eine der Ursachen, und wahrscheinlich die wichtigste, liegt in der russischen Aussenpolitik und dem Willen Putins, die Ukraine auch nach der Maidan-Bewegung unter russischem Einfluss zu behalten. Die zweite Ursache, die ebenfalls entscheidend wichtig ist, sind die Bestrebungen der lokalen politischen und wirtschaftlichen Machthaber, ihren Einfluss und ihre wirtschaftlichen Aktiva in der Region zu verteidigen. Original Author:  Jürgen Kräftner, EBF Ukraine

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RUMÄNIEN: Wir retten Rosia Montanã!

RUMÄNIEN: Wir retten Rosia Montanã!

Nach fünfzehn Jahren Kampf gegen Europas grössten geplanten Goldtagebau in Rumänien scheint ein Sieg greifbar – die endgültige Entscheidung aber steht noch aus.Der Herbst 2013 brachte insgesamt weit über hunderttausend rumänische Bürgerinnen und Bürger auf die Strassen. Anlass war der Versuch der Regierung, ein Sondergesetz für die Genehmigung des Goldtagebau-Projekts in Rosia Montanã ohne umständliche Anhörungen durch die Parlamentskammern zu jagen. Doch ausserhalb der politischen Kaste Rumäniens will fast niemand dieses Projekt. Niemand will die Zerstörung der fast 1900 Jahre alten Siedlung für 17 Jahre Gold- und Silberabbau. Nichts berechtigt die Ausbeutung von 300 Tonnen Gold und 1300 Tonnen Silber im Tausch für ein 250 Millionen Kubikmeter fassendes Rückhaltebecken, in dem sich die Zyanidlauge für Jahrzehnte absetzen soll.Kein Argument gibt es für eine begrenzte Zahl von Arbeitsplätzen als Gegenleistung für eine vergiftete Zukunft, in der die Rosia Montanã Gold Corporation (RMGC) sicherlich nicht mehr haftbar sein wird. Hingegen gibt es Menschen, die weiterhin in Rosia Montanã leben wollen und viele in Rumänien und der Welt, die sie bei diesem Kampf unterstützen. Original Author:  J. Cotaru, EBF Rumänien

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DOSSIER MEXIKO: Der Sinn der Einheit

DOSSIER  MEXIKO: Der Sinn der Einheit

«Es war der Schmerz und die Wut, die uns vor zwanzig Jahren dazu brachten, es mit allen und allem aufzunehmen. Es ist heute wieder der Schmerz und die Wut, die uns die Stiefel und unsere Uniform anziehen lassen, die uns dazu bringen, die Pistolen in den Gürtel zu stecken und unser Gesicht zu maskieren.» 1Im Januar 1994 erhob sich die EZLN 2, um ihr Recht auf Würde, auf Gerechtigkeit und Demokratie geltend zu machen. Dies geschah mit dem Ziel, den indigenen Völkern in Mexiko endlich Gehör und Anerkennung zu verschaffen. Die Zapatist_innen sprechen sich gegen den Neoliberalismus aus und alles, was damit einhergeht.Während zwanzig Jahren bauten sie ihre Autonomie auf und schufen damit eine Alternative zu dem Leben, das uns heutzutage aufgedrängt wird. Dennoch sind die Zapatisten heute verletzlich, so wie die ganze Welt. Aber sie haben uns viel gelehrt, uns Türen geöffnet und damit sie gehört werden, müssen wir Lärm machen, sie unterstützen und ihre Ideen verbreiten. Ich möchte von meiner Erfahrung in der Kleinen zapatistischen Schule berichten, von dem, was ich nachher gespürt habe. Klar, die Kleine zapatistische Schule war auch eine Erfahrung, aber vor allem eine Lehre. Original Author:  George Lapierre,Oaxaca, 28. Mai

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GESTERN - HEUTE - MORGEN: Zomia oder die Kunst, sich nicht regieren zu lassen

GESTERN - HEUTE - MORGEN: Zomia oder die Kunst, sich nicht regieren zu lassen

Seit 2000 Jahren weigern sich die Gemeinschaften einer weitläufigen Gebirgsregion in Südostasien, sich in einen Staat zu integrieren. Zomia: So lautet der Name dieser widerständigen Gegend, die auf keiner Landkarte verzeichnet ist und in der rund 100 Millionen Menschen Zuflucht gefunden haben, um der Überwachung durch die Regierungen zu entgehen.Von den Staaten, die versuchten sie zu unterwerfen, werden diese Nomadenvölker als «Barbaren» beschimpft. Sie haben teils erstaunliche Widerstandsstrategien entwickelt, um sich der staatlichen Kontrolle zu entziehen, die für sie mit Zwangsarbeit, Steuern, Wehrpflicht und Unterwerfung gleichzusetzen ist. Sie bevorzugen selbstverwaltete politische Modelle, einige gehen sogar soweit, auf Schrift zu verzichten, um jegliche Möglichkeit der Vereinnahmung ihrer Erinnerungen und ihrer Identität zu verhindern. Es handelt sich hier um eine Gegengeschichte zur Modernität. Wie Pierre Clastres 1 erzählt uns James C. Scott die Geschichte einer «Gesellschaft gegen den Staat». Denn die Zomia widersetzt sich den traditionellen geographischen Abgrenzungen und politischen Gewissheiten und wirft wesentliche Fragen auf: Was bedeutet «Zivilisation»? Original Author:  Jacques Berguerand, EBF

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LANDWIRTSCHAFT: Am Saatgutfestival Open seeds

LANDWIRTSCHAFT: Am Saatgutfestival Open seeds

Anfangs Mai 2014 nahm ich am internationalen Saatgutfestival teil, das dieses Mal am neuen Standort von Kokopelli, dem Mas d’Azil in der Ariège in Frankreich stattfand.Zur Erinnerung: Der Verein Kokopelli macht sich die «Befreiung des Saatguts und des Humus» zur Aufgabe. Dafür sammelt und beschreibt er unzählige alte, rustikale Gemüse- und Gartenpflanzen und vertreibt das Saatgut dieser Sorten sowie das Wissen um dessen Herstellung und um agro-ökologische Anbauweisen. Da das von Kokopelli verbreitete Saatgut nach französischem Gesetz als illegal gilt, ist der Verein seit Jahren in mehrere Prozesse verwickelt. Diese Existenz bedrohenden Prozesse konnten auch als Tribüne genutzt werden, um ein breites Publikum über die Gefahr zu informieren, welche die französische Saatgutgesetzgebung für die Biodiversität, die Nahrungsmittelsouveränität und das traditionell verankerte Wissen über Pflanzenzucht bedeutet. Die verheerende französische Gesetzgebung dient der europäischen Gesetzesreform zum Vorbild. Der Vorschlag, das internationale Saatgutfestival dieses Mal in Frankreich bei Kokopelli zu veranstalten, kam vom griechischen Verein Peliti. Original Author:  Marion Henry, Longo maï

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