Sie sehen hier eine Liste aller Archipel Artikel der Ausgabe 230 (10/2014).

LAUTSPRECHER: Ein Notruftelefon für Flüchtlinge im Mittelmeer

LAUTSPRECHER: Ein Notruftelefon für Flüchtlinge im Mittelmeer

Im Oktober soll ein neues transnationales, ambitioniertes Projekt für den Mittelmeerraum starten: ein alternatives Alarmnetzwerk mit einer rund um die Uhr besetzten Telefonnummer für Bootsflüchtlinge.Aktivist_innen aus mehreren Netzwerken, die seit vielen Jahren an den Außengrenzen der EU engagiert sind, haben in den vergangenen Monaten zusammengearbeitet, um die Grundlagen für ein «Alarm-Phone» zu schaffen. Anschliessend wird der Aufruf vorgestellt, der ab dem 25.9.2014 veröffentlicht wird. Aufruf für ein Notruftelefon für Boatpeople11. Oktober 2013: Mehrfach rufen Flüchtlinge auf einem sinkenden Boot per Satellitentelefon die italienische Küstenwache an und bitten um dringende Hilfe. Doch ihr SOS wird nicht ernst genommen. Über 400 Menschen befinden sich auf dem Boot, das in der Nacht zuvor von einem libyschen Schiff beschossen wurde. Obwohl zunächst die italienischen und später auch die maltesischen Behörden von der unmittelbaren Gefährdung der Passagiere informiert sind, verzögern sich die Rettungsmaßnahmen um mehrere Stunden. Patrouillenschiffe erreichen die Unglücksstelle, nachdem das Boot bereits eine Stunde gesunken war.

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DENKANSTOSS: Transnational statt internationalistisch!

DENKANSTOSS: Transnational statt internationalistisch!

Gegen katastrophale Auswirkungen der kapitalistischen Globalisierung wehren sich Menschen mit Nationalismen, ein hilfloser und fast immer hoffnungsloser Versuch. Franz Schandl, Journalist der Streifzüge 1, betrachtet den Inhalt von «International versus National» 2 aus wertkritischer Perspektive. Da Sprache der materielle Ausdruck des Denkens ist, könnte es fruchtbar sein, sich auf seine Argumentation einzulassen und die Inhalte der benutzten Worte neu zu durchdenken.Wir werden mehr umdenken müssen als wir vor einigen Jahren noch glaubten. Aus dem Reformationsprojekt des Sozialismus ist inzwischen ein Abbruchunternehmen geworden, das sich immer weniger zur Weiterverwendung eignet. Kein Begriff, der heute noch ungeniert verwendet werden könnte. Die Aufgabe ist größer als angenommen und übersteigt bei weitem unsere bisherigen Kräfte. Wer hätte vor zwanzig, ja vor zehn Jahren noch gedacht, dass es irgendwann Zeit wird, den allseits gut beleumundeten Terminus des «Internationalismus» als trojanisches Pferd zu bezeichnen und folgerichtig zu kippen. Doch genau das steht an und wird in Folge auch unternommen. Original Author:  Franz Schandl

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KIRGISTAN: Versuchsfeld der Globalisierung

 KIRGISTAN: Versuchsfeld der Globalisierung

Im 1.Teil dieses Artikels (Arch. Nr. 229) ging es um die politische und wirtschaftliche Entwicklung Kirgistans von 1990 bis1993.  2.Teil.1993 sollte Kirgistan zum Musterland für internationale Hilfe und Versuchsfeld für eine «gelungene Neuordnung» der Gesellschaft werden.GesellschaftlicheNeuordnung und Demokratie$Anglizismen zu gehäufter Anwendung gelangten, um die Ankunft in einer neuen Realität zu demonstrieren. Aber diese neue Wirklichkeit wird vor allem getragen vom Agieren lokaler Eliten und deren Kollaborateure. Alle diese Akteure bringen gemeinsam eine neue Realität hervor und erwecken eine neue politische Logik zum Leben. Ein Gesetz von 1995 sieht mit der Einrichtung von 487 lokalen Verwaltungseinheiten die Aufteilung des Landes in Kleinstterritorien vor und folgt also einer Strategie der Dezentralisierung und der Ablösung des sowjetischen Modells zentraler Machtausübung. Es folgt der ultra-liberalen Ideologie von «immer weniger Staat». Diese Strategie fördert das Aufblühen lokaler, auf Cliquenwirtschaft gegründeter Machtstrukturen. Original Author:  Jacques Berguerand

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GESTERN - HEUTE - MORGEN: Arbeit, Eigentum und Utopie bei Morus und Marx

GESTERN - HEUTE - MORGEN: Arbeit, Eigentum und Utopie bei Morus und Marx

Karl Marx (1818 - 1883) und Thomas Morus (1478 - 1535): Wer interessiert sich heute noch für ihre Ideen? Kommunistische Ideen sind verpönt, zumindest in Europa; haben sie doch zum Stalinismus mit all seinen totalitären Exzessen geführt. 2.Teil Dass es sich bei der Sowjetunion und seinen Vasallen immer nur um eine Interpretation der Ideen von Marx gehandelt hat, vergisst man. Kommunismus, gemeint von Marx als eine Gesellschaft ohne Staat, hat es in diesen Ländern nie gegeben; sie sind in der sozialistischen (Übergangs-)Phase stecken geblieben. Schon Thomas Morus träumte, beeinflusst durch die humanistischen Ideen von Erasmus von Rotterdam (1496 –1536), von einer idealen Gesellschaft, wo die Menschen nur noch 6 Stunden pro Tag arbeiten müssen und wo Bildung das höchste Gut ist. Er nannte seine ideale Gesellschaft «Utopia»; seither nennen wir die Vorstellungen von einer noch nicht existierenden idealen Gesellschaft «Utopie». Marx dagegen wollte von der Idee eines utopischen Staates nichts wissen und würde sich in seinem Grab umdrehen, wenn er wüsste, dass ich ihn mit einem Utopisten vergleiche, dessen Theorien er gar nicht schätzte. Original Author:  Caroline Meijers*

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BUCHEMPFEHLUNG :Die unheimlichen Ökologen

BUCHEMPFEHLUNG :Die unheimlichen Ökologen

Am 30.November 2014 findet in der Schweiz eine Volksabstimmung über die Ecopop-Initiative statt.* Rechtzeitig dazu wurde ein Buch publiziert, das die Vermischung von Ökologie und Bevölkerungspolitik kritisch beleuchtet.Die Autoren dieses Buches, mit dem Titel Die unheimlichen Ökologen, Balhasar Glättli und Pierre-Alain Niklaus hinterfragen die simple, verführerische Formel «Wachsende Anzahl von Menschen = wachsende Umweltbelastung» historisch und aktuell. So sah bereits im 18. Jahrhundert Thomas R. Malthus die Menschheit am Abgrund stehen – durch die unkontrollierte Vermehrung der Armen. Wie heute, wurden dabei die Privilegien der Reichen nicht in Frage gestellt.Eugeniker und Einwanderungskritiker in den USA und Europa malten am Anfang des 20. Jahrhunderts die vermeintliche Degenerierung ihrer Gesellschaften als sogenannten «Race Suicide» an die Wand. Die eugenische Idee wurde von den deutschen Nazis durch die Tötung «unwerten Lebens» in die Tat umgesetzt. Original Author:  Michael Rössler

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