Sie sehen hier eine Liste aller Archipel Artikel der Ausgabe 234 (02/2015).

FRANKREICH: Das Charlie-Syndrom

FRANKREICH: Das Charlie-Syndrom

Die Attentate von Anfang Januar 2015 in Paris werfen mit grosser Brutalität Fragen auf, die wir uns seit Jahren stellen müssen. Sie demonstrieren, auf erschütternde Weise, wie verwundbar «unser» Gesellschaftssystem ist.Die Terroranschläge, die von drei Männern gegen die Redaktion der satirischen Zeitung Charlie Hebdo und gegen die Klient_in-nen eines jüdischen Supermarkts begangen wurden, gelten für Frank-reich als «kleiner 11. September». Sie forderten zwanzig Tote. Unter den Opfern befinden sich die be-rühmtesten Karikaturisten Frankreichs, was wohl die Öffentlichkeit am meisten schockierte. Die drei Täter, Franzosen ausländischen Ursprungs, waren schwer bewaffnet, zum Morden entschlossen und bereit selber zu sterben. Sie beriefen sich einerseits auf die jemenitische Al Kaida und andrerseits auf den Islamischen Staat (IS) im Irak und in Syrien. Eine Erklärung für die tragischen Ereignisse ist an der Schnittstelle zwischen den internen Widersprüchen in der französischen Gesellschaft und der Einmischung Frankreichs im Schlepp-tau der USA im Nahen und Mittleren Osten zu suchen. Original Author:  Alex Robin, Radio Zinzine, Frankreich

weiterlesen

KURDISTAN: Die demokratische Revolution in Rojava

KURDISTAN: Die demokratische Revolution in Rojava

Während Syrien und der Irak im Bürgerkrieg versinken, findet von der Weltöffentlichkeit fast unbemerkt in Rojava, Nordsyrien, eine basisdemokratische Revolution statt. Lisa Steininger * ist im November 2014 mit einer internationalen Frauen-Delegation in die Region gereist. Heike Schiebeck hat mit ihr ein Interview geführt und bearbeitet.Im September 2014, als die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Stadt Kobanê an der syrisch-türkischen Grenze mit schweren Waffen angriff, erlangte dieses Gebiet für kurze Zeit die Aufmerksamkeit der Medien. Danach war es wieder still. Die kurdische Bewegung hat ausländische Delegationen ins Land geholt, damit im Ausland weiter berichtet werde. Mit acht Frauen aus Österreich, Italien, Deutschland und Frankreich waren wir die erste internationale Frauendelegation, die auf Einladung der kurdischen Frauenbewegung nach Rojava gereist ist, um die Revolution der Frauen und die sexistische Seite des Krieges bekannter zu machen.Rojava, aus dem Kurdischen «Westen», auch Westkurdistan genannt, liegt im Norden Syriens, entlang der türkischen Grenze. Original Author:  .Lisa et Heike Schiebeck

weiterlesen

LAUTSPRECHER: Landraub stoppen – in Mali und überall sonst!

LAUTSPRECHER: Landraub stoppen – in Mali und überall sonst!

Die europäische Sektion von Afrique-Europe-Interact* verfasste im August 2014 diesen Internationalen Appell zur Unterstützung des Widerstands gegen Landraub. Auch in diesem Jahr muss der Protest gegen das Landgrabbing weitergehen.Anfang 2013 geriet Mali kurzzeitig in die internationalen Schlagzeilen. Islamistische Milizen hatten den Norden des Landes besetzt, es folgte eine internationale Militärintervention unter der Führung Frankreichs, in deren Verlauf zumindest größere Städte wie Timbuktu und Gao befreit werden konnten. Über die Bedingungen, unter denen die Bevölkerung im Norden, aber auch in den übrigen Landesteilen nach wie vor lebt, wurde jedoch kaum berichtet.Besonders dramatisch ist die soziale Lage von Kleinbauern/bäuerinnen, die ungefähr 75 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Stellvertretend dafür stehen die beiden Dörfer Sanamadougou und Sahou, 270 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bamako. Noch im Jahr 2009 haben diese zur Linderung einer landesweiten Ernährungskrise 40 Tonnen Hirse an die malische Regierung gespendet, heute sind sie selber auf Lebensmittellieferungen angewiesen. Original Author:  Afrique-Europe-Interact

weiterlesen

DEUTSCHLAND: Pegida - Simpel geht die Welt zu Grunde

DEUTSCHLAND: Pegida - Simpel geht die Welt zu Grunde

Zum 12. Mal in Folge trafen sich am 12. Januar in Dresden «Patriot_innen», um dem Aufruf von Pegida1 zu einem ihrer montäglichen «großen Abendspaziergänge» zu folgen. 25.000 laut der «Lügenpresse»2, fast doppelt so viele laut Veranstalter. Beruhigend nur, dass Dresden eine Ausnahme darstellt und es bundesweit um die 100.000 Menschen gab, die gegen Pegida auf die Straße gingen. Um die soll es hier aber nicht gehen. Es gilt, besser zu verstehen, wer da so in Dresden aufspaziert. Klar ist, da gibt es ein paar hundert Nazi-Hooligans, die dafür sorgen, dass sich Flüchtlinge gerade an Montagabenden beson-ders in Acht nehmen müssen. Die Rechtseadikalen sind aber nicht erst seit Pegida bestens vernetzt und eine große Gefahr für alle, die nicht in ihr Weltbild passen. Laut einer Studie der TU Dresden3 entstammt der «typische» Pediga-Demonstrant der Mittelschicht, ist gut ausgebildet, berufstatig, verfügt uber ein für sachsische Verhältnisse leicht überdurchschnitt-liches Nettoeinkommen, ist 48 Jahre alt, männlich, gehört keiner Konfession an, weist keine Parteiverbundenheit aus und stammt aus Dresden oder Sachsen. Original Author:  Roy Sommer

weiterlesen

DEUTSCHLAND: 70 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges

DEUTSCHLAND: 70 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges

In allen Ländern Europas, die von Hitler-Deutschland besetzt waren, symbolisiert der 8. Mai die Befreiung vom Nazismus. Hingegen rufen im norddeutschen Demmin die Neonazis seit 2006 zu einem Fackelmarsch im Gedenken an die deutschen Opfer vom Kriegsende auf.Demmin ist eine Stadt in Mecklenburg Vorpommern, hat ungefähr 12.000 Einwohner_in-nen und ist seit der deutschen Vereinigung von der Arbeitslosigkeit stark geprägt. Für die Neo-Nazis, zu denen auch die deutsch-nationalistische Partei NPD zählt, ist es eine Heldenstadt, die sich nicht freiwillig den «Russen» ergeben hat. Am 30 April 1945 marschierte die Rote Armee kampflos in Demmin ein, auf deren Kirchturmspitze die weiße Fahne flatterte. Die nationalsozialistischen Würdenträger, Polizei und Wehrmacht hatten die Stadt in westliche Richtung verlassen und die Brücken gesprengt, so dass die Rote Armee für mehrere Tage in Demmin fest saß. Unter der Bevölkerung gab es jedoch Fanatiker, die aus Häusern auf die Rote Armee schossen. In der dadurch entstandenen unübersichtlichen Lage kam es zu großflächigen Bränden, die weite Teile der Stadt zerstörten. Wer die Urheber dieser Brände waren, ist nicht geklärt. Original Author:  Jürgen Holzapfel

weiterlesen

letzte KommentareRSS

Avatarbild von Jochen Jochen hat den Artikel BUCHVORSTELLUNG: Eine kritische Analyse kommentiert.
Avatarbild von Gast Ein Gast hat den Artikel BUCHVORSTELLUNG: Eine kritische Analyse kommentiert.
Avatarbild von Christine de Bailly Christine de Bailly hat den Artikel SYRIEN: Überlebenswichtige Gärten kommentiert.

letzte AktivitätenRSS

Avatarbild von ute ute hat den Artikel Klimawandel und Krieg in Romanform editiert.

Newsletter abonnieren

Adressen

Globale E-Mail Adresse:

France:
Hameau de St-Hippolyte
F-04300 Limans
Tel.: +33-492-73 05 98
Schweiz/Suisse:
St. Johanns-Vorstadt 13
Postfach 1848
CH-4001 Basel
Tel.: +41-61-262 01 11
PC/CCP 40-8523-5

Österreich:

Lobnik 16
A-9135 Bad Eisenkappel/
Železna Kapla

Mühle Nikitsch
Berggasse/ Travnik 26
7302 Nikitsch/ Filež
Tel: +43-650-34 38 378


Deutschland:

Hof Ulenkrug
Stubbendorf 68
17159 Dargun
Tel.: +49-399 59-20 329
Fax: +49-399 59-20 399

Ukraina | Україна:

vul. Borkanyuka 97
90440 Nizhne Selishche
Khust, Zakarpatia
Fax: +380-31 42-512 20

Romania:

Joachim Cotaru
RO-557168 Hosman
Tel. +40-740-959 389
Fax +40-269-700 700
 

Home - Themen - Archipel - Über das forumcivique - Shop - Mitmachen - Spenden

Europäisches BürgerInnen Forum - Forum Civique Européen - European Civic Forum - Foro Cívico Europeo