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ÖSTERREICH: Solidarität mit dem Kirchenasyl in Wien

Vor den vergangenen Weihnachten suchten 63 Flüchtlinge aus Pakistan und aus anderen Ländern in der Wiener Votivkirche Schutz vor Verhaftung und Abschiebung. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, führten die Flüchtlinge einen wochenlangen Hungerstreik durch (siehe Archipel Nr.212). Jetzt kommt nachahmenswerte Solidarität aus der Schweiz, der Sie sich mit einer Briefaktion auch anschliessen können.
Die Flüchtlinge in Österreich verlangen, als Menschen anerkannt zu werden, und wollen nicht rechtlos bleiben. Auf Vermittlung der Kirche und des österreichischen Bundespräsidenten, Dr. Heinz Fischer, haben die Flüchtlinge inzwischen ihren Hungerstreik abgebrochen und sind am 3. März ins Wiener Servitenkloster übergesiedelt, wo sie bis in diesem Sommer kirchliches Gastrecht geniessen. Es wurde ihnen versprochen, dass jeder abgelehnte Asylantrag noch einmal genau geprüft wird. Der Ausgang davon ist jedoch völlig offen. Die Lage der Schutzsuchenden in Wien ist daher weiterhin sehr unsicher. Um ihre Sorge um deren Schicksal an offizieller Stelle auszudrücken, wandte sich eine Delegation von Schweizer Bürgern und Bürgerinnen, darunter eine Vertreterin des Europäischen BürgerInnen Forums, an die Österreichische Botschaft in Bern. Am 8. März wurde die Delegation von der stellvertretenden Missionschefin, Kornelia Weihs, empfangen. Die Bürger_innen übergaben Frau Weihs einen Brief mit Erstunter-zeichner_innen an den österreichischen Bundespräsidenten, Dr. Heinz Fischer, der von der Botschaft an ihn weitergeleitet wurde. Er enthält die Bitte, er möge sich für eine dauerhafte menschliche Lösung für jeden der Flüchtlinge einsetzen. Um zu einer solchen Lösung zu kommen und um ein Klima des Vertrauens zu schaffen, müssten zumindest Zwangsabschiebungen in die krisengeschüttelten Herkunftsländer von vorneherein ausgeschlossen werden. Der Brief kann unterzeichnet werden. Je mehr Menschen dies tun, umso mehr Gewicht bekommt er.

Den Brief an den österreichischen Bundespräsidenten finden die Schweizer Leser_innen zum Unterzeichnen als Beilage zu dieser Ausgabe des Archipels. Bitte persönlich an Dr. Heinz Fischer einschicken und eine Kopie des unterzeichneten Briefes an: EBF (Europäisches BürgerInnen Forum), Postfach 1848, CH-4001 Basel, oder eine kurze Bestätigung an: Freundeskreis_Koch@gmx.ch. Der Brief ist als pdf hier angehängt.

verfasst von Michael Rössler Freundeskreis Cornelius Koch ,  15.04.2013, eingestellt von ute
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Archipel

Dieser Text stammt aus dem Archipel

Ausgabe: 214(04/2013)

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