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FRANKREICH: Zu Fuß von Paris bis Nizza

Vater der Idee, einen Fußmarsch quer durch Frankreich zu unternehmen, war Anzoumane Sissoko. Er ist kein echter «Sans Papier» (Papierloser) mehr, dafür umso mehr ein wahrhaft weiser Afrikaner. Er hat selbst alle Miseren der Sans Papiers durchlebt. Jetzt ist er Sprecher des Kollektivs 75 im «Ministerium für die Legalisierung aller Sans Papiers», ein ganz besonderes Ministerium, das im Juli 2009 ein leerstehendes Gebäude der Caisse Primaire Assurance Maladie (CPAM, die staatliche französische Krankenversicherung) in der Rue Baudelique zu ihrem Sitz erwählte.
Der soziale Kontext, die plötzliche Verschärfung der Gesetze durch das echte Ministerium; die Isolierung der Bewegung der Sans Papiers, die von einer ganzen Reihe Organisationen, die eigentlich das traditionelle Markenzeichen der Solidarität für sich beanspruchen, im Stich gelassen wurde; die Schwierigkeiten bei der einen Monat dauernden Durchwanderung Frankreichs; eine diesem außerordentlichen Ereignis angemessene Solidaritätsbewegung wiederzubeleben und zu stärken, eine Gruppe so verschiedener gemeinsam marschierender Menschen wie diese zusammen zu schweißen; das vorhersehbare Stillschweigen der nationalen Presse – noch nicht ganz im Dienste der Macht... Kurz gesagt: Das Unterfangen erschien zu Beginn gelinde gesagt ungewiss.
Aber an dem sollte es nicht scheitern. Achtzig waren sie beim Aufbruch - später noch mehr - die im Rhythmus der Djembetrommler marschierten und dazu ihre eigenen Befreiungslieder skandierten: «Nous sommes les sans papiers en lu-u-tte...» (Wir sind die kämpfenden Papierlosen...), ,,,, vom 1. Mai bis zu ihrer Rückkehr nach Paris im Morgengrauen des 2. Juni, diesmal per Nachtzug. Erstaunlicherweise hielten sich die Polizeikräfte die ganze Zeit im Hintergrund, und die marschierenden Sans Papiers organisierten gemeinsam und diszipliniert ihren eigenen Sicherheitsdienst. Es gab keinen einzigen Zwischenfall, keine Personenkontrollen, keine Festnahmen, nicht einmal in Paris bei großem Polizeiaufgebot während der Demonstration am 5. Juni. Die Verteilung der Rollen unter den Teilnehmern war vor dem Aufbruch abgesprochen worden, und die tägliche Anwesenheit des von allen respektierten Initiators Anzoumane Sissoko, sein bestimmtes und verbindendes Auftreten waren der Garant für den Zusammenhalt der Gruppe während der ganzen Dauer des Marsches. Dieser Meinung waren alle an der Versammlung am 4. Juni, als eine erste Bilanz gezogen wurde, zu der ich als stille Beobachterin eingeladen wurde. Es war auch die Gelegenheit, zahlreiche Personen und Einrichtungen, die an den verschiedenen Etappen die über hundertköpfige Gruppe empfangen und ermutigt hatten, in den höchsten Tönen zu loben.
Bei ihrer Ankunft am Pariser Bahnhof Gare d'Austerlitz hatten die Rückkehrenden leuchtende Gesichter aus Freude über den gelungenen Marsch und die starke Freundschaft, die aus diesem einzigartigen kollektiven Erlebnis gewachsen war. Sie hatten die Köpfe noch voll mit Bildern von zuvor für sie meist unbekannten Landschaften, voll von tausend fabelhaften Begegnungen, die ganz im Kontrast zu den Verdächtigungen und dem abweisenden Verhalten der Behörden stehen. Sie wollten von nun an zusammen bleiben! Dennoch spürten alle, dass am Ende dieses Weges zweifelsohne noch andere Kämpfe auf sie warteten.
Es war in der Tat eine ehrgeizige Zielsetzung jeden Tag von neuem eine Solidarität unter Beweis zu stellen, die von opportunistischen Umfragen geleugnet wird, um Ausgrenzungs- und Repressionspolitik zu rechtfertigen. Dieses Ziel wurde erreicht. Dass die Bewohner der am Weg liegenden Orte den Sans Papiers Gastfreundschaft entgegenbrachten, entkräftete tatsächlich das Vorurteil, wonach die französische Bevölkerung zum Großteil ungastlich und rassistisch sei.
Unermüdlich erzählen die Marschteilnehmer lustige und bewegende Anekdoten über die herzliche Atmosphäre, die sie erlebt haben: Essen im Familienkreis, Gastgeber überließen Duschen und Waschmaschinen zur Benutzung. Besonders vom kleinen Dorf Cliousclat in der Drôme wird man noch lange in Paris sprechen. Entlang des Weges boten meistens unbekannte Personen ärztliche Versorgung oder Massagen an, Einladungen wieder zu kommen wurden ausgesprochen, Gemeindehäuser standen großzügig zu Verfügung (leider nur in etwa dreißig Gemeinden), Bürgermeister und Gemeinderäte (sogar in einer von der konservativen UMP regierten Gemeinde) empfingen die Gruppe offiziell mit klaren politischen Stellungsnahmen, wie zum Beispiel der Bürgermeister von Portes-les-Valences – leider der einzige dieser Art im Einzugsgebiet von Valence – in anderen Gemeinden wurden Medaillen der Stadt verliehen, gab es finanzielle Unterstützung, wurden Unterbringung und Essen bereit gestellt. Vor allem wurde die Gruppe überall ermutigt, weiter für die Legalisierung zu kämpfen und man sicherte ihr weiterhin Untertützung zu.


Empfang vor Ort


Auch wenn Organisationen und Vereine auf Grund von alten Streitereien wegen verschiedener politischer Ansichten und hauptsächlich wegen Polemiken über die Unabhängigkeit der Bewegung nur mäßig unterstützten, waren es trotzdem überall Kollektive aus Vereinen und Organisationen, aber auch Einzelpersonen, die den Empfang der Teilnehmer am Marsch vor Ort in die Hand nahmen. Oft geschah es in Rekordzeit, besonders wenn eine vorgesehene Etappe kurzfristig ausfiel und innerhalb von zwei Tagen eine Alternative improvisiert werden musste. Manche Situationen verstärkten sogar die Sympathie für die Bewegung. Die Kollektive haben ihr Organisationstalent in Notsituationen bestens bewiesen und dadurch einer starken politischen Bewegung Anerkennung verschafft und für die Zukunft ermutigt.
Hervorzuheben ist auch das Verhalten von Lokalgruppen der CIMADE 1 und der Ligue des Droits de l'Homme (Menschenrechtsliga) oder lokalen Sektionen der CGT (der kommunistischen Partei nahestehende Gewerkschaft), die sich an verschiedenen Orten von den Stellungnahmen ihrer landesweiten Organisation distanzierten, in Cannes und Nizza den Empfang der Marschteilnehmer übernahmen und dies trotz der Schwierigkeiten aufgrund von Drohungen und Verboten seitens der Regierung.
In manchen Regionen war der Marsch sogar ein Element für eine neue Dynamik oder schmiedete Kräfte wieder zusammen, denen auf Grund der allgemeinen Niedergeschlagenheit der Atem ausgeht und sich oft zerstreiten und abkapseln.
Das Auftauchen eines starken politischen, bisher in die Ghettos «des Nicht-Stadtrechts» verbannten Ausdrucks dieser modernen Parias, wie es die Sans Papiers sind, hat für Überraschung gesorgt. Diese Parias aus fünf Kontinenten beherrschten die Sprache Voltaires oft ausgezeichnet und sahen gar nicht so aus, als erwarteten sie Wohltätigkeit. Sie bewiesen ebenfalls Sinn für politische Analyse. Ohne Groll und unbeirrt scheuten sie sich nicht davor, die umstrittenen Seiten der französischen Geschichte zu beleuchten: die verheerenden Auswirkungen der Kolonialzeit und das Fortbestehen der Herrschaft auf Grund der vorteilsorientierten einseitigen Beziehung Frankreichs mit seinen ehemaligen afrikanischen Kolonien; Gründe, die weltweit arme Menschen ins Exil treiben. Sie scheuten sich ebenfalls nicht, die Feigheit gewisser Politiker zu kritisieren, die völlig im Widerspruch zu den Idealen stehen, die sich das sogenannte Land der «Menschenrechte» auf die Fahnen geschrieben hat.
Selbstmitleid stand nicht auf der Tagesordnung. Mit scharfsichtigen Analysen, klaren Forderungen, einer starken und würdevollen politischen Sprache gaben die Teilnehmer des Marsches bei jeder Etappe den Ton an.


Demonstration


In den vorbereitenden Diskussionen für die Demonstration am 5. Juni im Ministerium für die Legalisierung aller Sans Papiers standen sich zwei Positionen gegenüber: Die eigene Demonstration mit der Solidaritätsdemonstration für die palästinensische Bevölkerung zusammen zu legen oder nicht. Die Qualität der Diskussion, die größtenteils ruhig und respektvoll verlief gegenüber den Vertretern der anderen Meinung, hat mich stark beeindruckt. Die politischen Argumente, die von den Vertretern der 14 Kollektive in die Debatte einflossen, machten einen Kompromiss möglich. Eigentlich war die getroffene Entscheidung nicht so wichtig, auch wenn mir scheint, dass ein Zusammenschluss beider Demonstrationen dem Kampf der Sans Papiers zuträglich gewesen wäre. Wichtig war die vorangegangene Debatte, in der während einigen Stunden stichhaltige Argumente angeführt wurden und die darauf folgende Abstimmung, dass die etwa 3000 Besetzer des Ministeriums für die Legalisierung als Kollektiv hinter der Entscheidung stehen und am 5. Juni mehrere Tausend Sans Papiers Richtung Place de la Bastille ziehen unter einem Transparent mit der Aufschrift: «Solidarität mit den Palästinensern, die in ihrem eigenen Land Sans Papiers sind». Von dieser Diskussionskultur könnten unsere Kollektive, aber auch zahlreiche Politiker bis in die höheren Sphären der staatlichen Institutionen, einiges lernen!


Spannungen


Ich will damit aber nicht die Behauptung aufstellen, dass es in dieser riesigen Versammlung zu keinen Spannungen kam und nie gestritten wurde, das wäre falsch und dumm. Wie alle Kollektive durchlebt diese Gruppe von so verschiedenen Menschen Spannungen. Es gibt Meinungsverschiedenheiten und gegensätzliche Sichtweisen über die Strategien, Konflikte und Kommunikationsprobleme zwischen Personen. Es ist aber bis heute die permanente kollektive Diskussion, die ermöglicht, dass der Kampf für eine «globale Legalisierung» vereint in der öffentlichen Auseinandersetzung getragen wird. Das lässt hoffen, dass auch wenn dieser Kampf nicht gewonnen wird, er zumindest ein wichtiges Element zur Infragestellung des kapitalistischen Systems ist, der die Pläne und Ziele des Unternehmertums und der Regierung zwangsläufig durchkreuzt, was meiner Meinung nach unmöglich ist, wenn nicht alle Widerstandskräfte dahinter stehen.
Eine derartige Solidarität in der politischen Auseinandersetzung kann es nur unter den Ausgegrenzten selbst geben, zwischen Menschen, die durch eine grundlegende Klassensolidarität miteinander verbunden sind und nichts mehr zu verlieren haben; die Solidarität unter all den «Unerwünschten», die seit langem gezwungener-maßen in unglaublich schwierigen Situationen überleben: Ein Leben ohne planbare Zukunft, das von Streiks, Besetzungen und Demonstrationen geprägt ist, über dem ständig das Damoklesschwert droht, kontrolliert, festgenommen, ausgewiesen oder in ein Flüchtlingsheim eingesperrt zu werden. Die einzige Aussicht, wenn man es schafft, aus diesen «Lagern» raus zu kommen, ist, auf der Straße zu stehen, den Winter draußen zu verbringen oder aber wie sogar im «Ministerium» in eiskalten Zimmern..., mit, wie heute noch, der Sicherheit einer einzigen Mahlzeit pro Tag, um den Körper aufzuwärmen. Vor diesem Hintergrund erscheinen die vielen Kritiken, die manchmal über die Unorganisiertheit der Bewegung zu vernehmen sind, lächerlich und sogar deplaziert. Die Wahl, trotz einer derartigen Not einen kollektiven Kampf auszufechten, ist bewundernswert. Der Kampf dieser «Desperados» ist der längste und entschlossenste, den ausgegrenzte Menschen in Frankreich je geführt haben, seit dem langen Streik in der Pariser Kirche von Saint Bernard. Er verdient unseren Respekt. Wie er sich organisiert und welche politischen Auseinandersetzungen er wählt, ist nicht unsere Angelegenheit. Wir leben noch in behüteten Situationen und einer relativen Sicherheit, in einer ganz anderen Welt!
Auch die Forderung ist richtig: Legalisierung für alle Sans Papiers. Jede andere aufgesplitterte Forderung, wie Legalisierung der papierlosen Arbeiter (der «nützlichen» Arbeiter), Legalisierung nur der Eltern von schulpflichtigen Kindern, Legalisierung von abgewiesenen Asylanwärtern oder denen sonstige Rechte verwehrt werden, können die Solidaritätsbewegung der Sans Papiers nur spalten. Eine teilweise Legalisierung nach den verschiedensten Kriterien schafft endlos neue Kategorien von Ausgegrenzten. Dahinter verbergen sich die Strategien der Mächtigen, Zwietracht zu stiften, die uns isoliert, in Defensivaktionen drängt und die Problematik der Immigration in Wurstscheibchen aufteilt: Eltern mit Kindern die in Frankreich geboren sind, Anwärter auf das Recht, als Familie zusammenzuleben, zu heiraten, zu arbeiten und in Kategorie der «Arbeiter» wiederum die «Dauer-» oder «Saisonarbeiter»...
Wir sollten die Immigrationssituation global angehen und die politischen Auseinandersetzungen von einzelnen Interessen auf ein gemeinsames Ziel richten.
Es geht darum, globale Unterdrückungsmechanismen, die zu Ausgrenzung führt, zu denunzieren. Das haben die Frauen und Männer getan, die am Marsch teilnahmen.


Autonomie


Etwas anderes von großer Bedeutung, vielleicht sogar das Wichtigste, wurde erreicht: Die Gruppe der Marschierenden hat ihre Autonomie durchgesetzt. Niemand hat an ihrer Stelle das Wort ergriffen. Die Forderung nach der Legalisierung aller Sans Papiers ist «ihre» Forderung, und die Umsetzung dieser Forderung in eine Aktion ist bis ins letzte Detail von ihnen allen diskutiert worden, vom Konzept an und bei jeder Etappe von Neuem.
Es ist nichts Neues. Die Forderung nach Autonomie stört und tat es immer. Dennoch ist sie von vitaler Bedeutung und betrifft jede und jeden von uns. Sie liegt jeder Erziehung, jeder individuellen oder kollektiven Emanzipation zu Grunde. Kann ein Kind wirklich erwachsen werden, ohne nach und nach diesen lebensnotwendigen Freiraum zu erobern, der für seine Zukunft bestimmend ist? Bei der Eroberung eines kollektiven Freiraumes in politischen Kämpfen (von Arbeitern, Obdachlosen, Migranten, Frauen...) oder der Emanzipation von Völkern ist es genauso.
Welche Menschen können besser über ihre Lebensbedingungen und ihren Wunsch nach einem besseren Leben sprechen, als die Betroffenen selbst? Dann noch Aktionen beschließen und durchführen, um ihre lächerlichen oder nicht vorhandenen Rechte zu erobern?
Diese Autonomieforderung sprengt den Rahmen der Forderungen der herkömmlichen militanten Kreise. Sie verunsichert und wird oft als Enteignung empfunden – ein alt bekannter menschlicher Reflex! Es ist viel einfacher, moralisierende Reden zu verbreiten, die niemanden überzeugen und viel verlockender, dem anderen unsere Vorstellung von «seiner» eigenen Befreiung vorzuschreiben. Nur dass es so nicht funktioniert! Eines Tages lehnt sich dieser «andere» dagegen auf, wenn er seine Würde, frei zu sein, erobern will.
Wenn die einzelnen Gruppen der Ausgegrenzten nicht in der beschämenden Position derer verharren wollen, zu denen man sich herablässt um sie zu «unterstützen», müssen sie sich behaupten und ihre eigene Befreiung in die Hand nehmen. Dies haben die Frauen und Männer des Marsches konsequent getan.
Die Effizienz dieser Autonomie muß nicht mehr unter Beweis gestellt werden. Die lange Geschichte der Immigration sowie die anderer Kategorien von Ausgegrenzten zeigt, dass wirklich etwas vorwärts geht, wenn sich die Betroffenen selbst für ihre Anliegen und ihren Kampf einsetzen.
Das verbietet nicht die Unterstützung von den durchgeführten Aktionen, aber nur auf klaren Grundlagen. Das verhindert auch nicht, dass die Kämpfe in ihrer Richtung übereinstimmen. Die einzige Bedingung dafür ist, dass die Person oder Gruppe ihre Autonomie besitzt und Herr ihrer Handlung ist. Wenn man dann in einer gleichberechtigten Position ist und sich nicht mehr oder weniger unbewusst unterordnet, kann man gemeinsam diskutieren und handeln.
Unser kollektives Unterbewusstsein ist leider noch zu oft geprägt von alten, überlieferten Reflexen der Dominierung der Armen, der «niederen Rassen», der Frauen...
Der Marsch an sich ist eine Etappe, ein Ausgangspunkt für andere Aktionen. Darüber sind sich alle, die daran beteiligt waren, einig. Die Frauen und Männern haben ein enormes Organisationstalent bewiesen und beherrschen die Kunst des Debattierens, so dass ihnen der Status als Bürgerin und Bürger auf's vollste anerkannt werden muss. Diese Anerkennung beinhaltet notwendigerweise die Verleihung der Aufenthaltsgenehmigung in Frankreich. Es liegt an uns allen, den Frauen und Männern des Marsches und den «Unterstützern», das einzufordern.
Ihre Forderung nach Legalisierung von allen Personen, die keine Papiere haben, geht über das strikte Eigeninteresse hinaus und verleiht der Aktion eine universelle Dimension, was der Bewegung zur Ehre gereicht. Wir müssen auch diese Forderung unterstützen!



1. CIMADE: 1939 gegründete ökumenische Flüchtlingshilfsorganisation


Post Scriptum


Ich bin mir bewusst, dass diese erste Analyse nicht alle Aspekte umfasst. Sie ist nur ein Teil des Buches, das gemeinsam von denen, die marschiert sind, den Kollektiven der Sans Papiers und den Unterstützern über den Marsch zu schreiben wäre. Für meinen Teil war ich an der Organisation des Marsches für die Strecke in der Region Rhône-Alpes: Gervans, Valence, Portes-lès-Valence, Montélimar... beteiligt. Dafür stand ich mit dem nationalen Koordinationskomitee, der Migrantenhilfsorganisation ASTI und den lokalen Kollektiven in Verbindung.
Nicht zu vergessen ist, dass die Freunde aus Grenoble einen Bus für das Meeting am 19. Juni in Valence organisierten und die aus Nîmes das Empfangskomitee in Avignon verstärkt haben. In beiden Orten wurde keine längere Rast  gemacht. Ich war ebenfalls bei der Rückkehr des Marsches am 2. Juni an der Gare d’Austerlitz, an mehreren Versammlungen im «Ministerium» und bei der Demonstration am 5. Juni in Paris. Als Mitglied des überregionalen Vorstands der FASTI (Föderation der ASTI) nehmen ich und einige andere Mitglieder seit Jahren soweit möglich und in Verbindung unseres Engagements vor Ort an an einer ganzen Reihe überregionaler Versammlungen und Demonstrationen in Paris teil. Sie gingen zuerst von der nationalen Koordination der Sans Papiers aus, die aus dem Kampf der Sans Papiers von «Saint- Bernard» entstand und heute vom Ministerium für die Legalisierung aller Sans Papiers. (Valence, 20.6.2010)


 


 


 


 

verfasst von Odile Schwertz-Favrat ,  10.08.2010, eingestellt von ute
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Archipel

Dieser Text stammt aus dem Archipel

Ausgabe: 184 (08/2010)

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