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GESTERN - HEUTE - MORGEN: Eine kritische Geschichte der Biologie

Eine Kritik der modernen Biologie ist nicht zu trennen von der Kritik der kapitalistischen Industriegesellschaft. Eine weitere und die letzte Folge unserer Präsentation des ungewöhnlichen Werkes des Biologiehistorikers und Philosophen André Pichot. Fünfter und Letzter Teil.


«Für den entscheidenden Unterschied zwischen Erkenntnis durch Denken und wissenschaftlicher Vorgehensweise gibt es tiefere Ursachen [...].Eine untrennbare Verbindung besteht zwischen der Entwicklung in den Wissenschaften und der Entfaltung der Urteilskraft, was aber heisst, dass abgesehen von einer positiven Sinngebung für letzteren Begriff, Fortschritt zu hinterfragen ist. Tatsächlich kann Fortschritt als Vordringen von Vernunft im geschichtlichen Prozess gesehen werden, bei dem die praktische Anwendung von Wissenschaft eine Rolle spielt. Dieser werden ja von den Jüngern des Fortschritts generell positive Wirkungen zugeschrieben. Dabei bildet die Frage der Entfaltung von Urteilskraft den Kern des historischen Erkenntnisprozesses: Sie ist dessen zentrale Problematik die einschliesst, dass dabei auch negative Effekte aufscheinen, die eine von Wissenschaft beeinflusste Gesellschaft beherrschen können. In der Tat, der historische Erkenntnisprozess bringt unweigerlich ein grundsätzliches Infragestellen der Rolle der Wissenschaft in der Gesellschaft mit sich.»1
Kapitalismus selbst kann als Anwendung wissenschaftlicher Methoden in grossem Umfang auf die Gesellschaft verstanden werden: mit ihm ist die Gestaltung der Gesellschaft reduziert auf ihre Grundbestimmungen, das heisst ihre rein materiellen Funktionen - Produktion und Verteilung der Güter- Funktionen, denen der Rest sich unterzuordnen hat: alle Lebewesen und die gesamte belebte Natur. Zudem hat sich der Kapitalismus entwickelt indem er den gesellschaftlichen Organismus insgesamt auf eine Ansammlung von atomisierten Individuen reduzierte. Ihnen wurde jede Macht über ihre Existenz, jeglicher Zugang zu Material und Energie, unumgänglich für den Betrieb ihrer Maschinen und industriellen Anlagen, genommen. Wissenschaftliche Methodik hat nicht nur der Ideologie vom sich selbst regulierenden Markt für den Austausch abstrakter Warenwerte2 Atem eingehaucht sondern hat auch dessen Realisierung wesentlich vorangetrieben durch die Entwicklung von Maschinen und Technologien, von Ökonomie und Industrie.    
Die Maschine steht heute im Zentrum unserer Welt, um sie dreht sich alles, sie ist in aller Munde, ist Leitbild, Sinn und Zweck. Und welche «Naturphilosophie» haben wir dagegen aufzubieten, wenn ihrerseits die Staaten in Geldwert bestimmen, was «die Natur für die Wirtschaft an Diensten erbringt»3, und viele Um-weltschützer_innen darin nicht mal einen Skandal sehen? ...
Emanzipatorische Instrumente
Wenn, isoliert betrachtet, Phänomene des Lebens in ihrer Fülle von Verknüpfungen sich nach den Prinzipien der Maschine in den ihr eigenen Ausmassen zu richten scheinen, so ist doch, wie Pichot zeigt, die das Leben bestimmende Logik eine völlig andere. Die Maschine also sollte dem Gesetz des Lebens untergeordnet sein und nicht das Leben der tödlichen Logik der Maschine. Es liegt also ausnehmend in der Hand des Menschen, nicht nur die Funktionen von Maschinen zu beherrschen, sondern sich diese für seine ureigensten Zwecke nutzbar zu machen, sie zu einem wahrhaft emanzipatorischen Instrument werden zu lassen. Menschliches Handeln darf sich nicht nach deren Vorbild ausrichten, menschliche Existenz und alles ihn umgebende Leben sich nicht in der Maschine ein Modell suchen.
Denn auch wenn noch nie soviele Maschinen unser tägliches Leben bestimmten, so sind wir doch weit davon entfernt, sie unseren Zwecken unterzuordnen. Wir sind im Gegenteil deren willfährige Sklaven (siehe Auto und Handy) und durch jedes Einzelexemplar hindurch die des Wirtschaftssystems, das sie erzeugt und funktionieren lässt.
Dies sind Gemeinplätze, Selbstverständlichkeiten, die ins Auge springen, doch man sieht sie nicht. Der Grund dafür ist, dass die Maschine Produkt wissenschaftlicher Verfahren ist, sie wurde stets mit der auf einem Auge blinden wissenschaftlichen Methode betrachtet, wie ein simples und selbstverständliches menschliches Konstrukt, ein materieller Gegenstand, der im eigentlichen Sinne passiv und unserem Willen unterworfen ist. Denn freilich sind es Menschen, die Maschinen ersinnen, bauen und in Funktion setzen, andernfalls hätten letztere sowieso keine autonome Wirksamkeit, kein Eigenleben. Aber von dem Moment an, da die Maschine in ein Gefüge von sozialen Beziehungen eintritt, erlangt sie autonome Wirksamkeit, ihr Eigenleben wird somit vom Zeitaufwand und der Energie genährt, welche Menschen ihr widmen. Je mehr wir in unserer Existenz von Maschinen abhängen um so mehr verinnerlichen wir ihre Prinzipien und ihre Logik, um den zwingenden Notwendigkeiten für deren Funktionieren gerecht zu werden. Wir gestalten unsere Lebensräume und unser soziales Leben entsprechend den Bedürfnissen der Maschinen, damit sie störungsfrei und weitgehend ohne menschliches Zutun funktionieren können. Im Zuge ihrer Perfektionierung übernehmen sie in immer grösserem Umfang Arbeiten, ihr Anteil an der Produktion unserer Existenzbedingungen steigt und unser gesamtes soziales Leben sowie die natürlichen Grundlagen, von denen es abhängt, werden zunehmend ökonomischen und technischen Effizienzprinzipien untergeordnet.
Damit die Maschine aber umgekehrt unseren Zwecken dient würde erfordern, dass an ihre Stelle nützliche Instrumente für die Produktion unserer Existenz gesetzt werden. Dies würde zur Reorganisation der Gesamtheit der Gesellschaft führen, was kollektive, soziale, politische Souveränität und Souveränität über die Produktionsmittel einschliessen würde. Und wahrscheinlich auch die Rückkehr zu einfacher zu handhabenden Maschinen sowie leichter von Kollektivverbünden zu erlernenden Techniken, als die der Atomindustrie beispielsweise...
 Die allgemeine Tendenz zum Komplexerwerden von Lebewesen im Verlauf der Evolution durch das Hervortreten von «vielgestaltigeren Organen und ausserordentlicheren Fähigkeiten» (Lamarck) kann gedeutet werden als Produkt eines Dranges von Organismen hin zu zunehmender Autonomie gegenüber Zufälligkeiten des Lebensmilieus (während die Diversifizierung der Arten aus der Anpassung und Spezialisierung infolge ihrer Lebensverhältnisse resultiert).
Das menschliche Wesen ist an kein spezielles Lebensmilieu angepasst, es hat sie sämtliche kolonisiert, in jedem davon sehr unterschiedliche Lebensweisen und Kulturen entwickelt und mit der in Jahrtausenden betriebenen Landwirtschaft und Tierzucht Pflanzen, Tiere und die ihn umgebende Natur tiefgreifend umgestaltet. Diese zunehmende Umgestaltung von den Lebensumständen, die sich früher durch das Komplexwerden von sozialem Leben und Kultur entwickelte, hat bestimmte Zivilisationen nunmehr soweit gebracht, ihren ureigensten Existenzbedingungen Schaden zuzufügen4. Und aktuell bedroht, dank der Wissenschaft und ihrer Anwendungen, die globalisierte und industrialisierte kapitalistische Gesellschaft die Lebensbedingungen unseres Planeten.5
Die Dynamik der Warenwirtschaft beruht auf der Zerstörung aller Lebensbedingungen mit dem Ziel, die für das menschliche Leben notwendigen «materiellen Güter und Dienstleistungen» gänzlich in Waren zu verwandeln. Dabei wird die Freiheit jeglichen positiven Inhalts (sich ein Ziel im Leben setzen und Mittel zu seiner Realisierung finden) beraubt und das Individuum auf ein Ideal von Freiheit reduziert, das im Konsum von Waren Erfüllung findet:
«Freiheit kann darin bestehen, mit Personen in Beziehung zu treten, mit denen das Leben kollektiv organisiert werden kann anstatt mit einem anonymen System, auf das niemand Einfluss hat.»6
Anders ausgedrückt sind Lebewesen, die ihre Fähigkeit zu autonomer Lebensgestaltung auf ein sehr hohes Niveau getrieben haben durch das kapitalistische System dazu gebracht worden, diese ihnen eigene Aktivität an einen Maschinenpark und an Vorrichtungen zu verlieren, die eine beispiellose Verschlechterung der allgemeinen Bedingungen autonomer Existenz auf Erden hervorrufen. Das Subjekt selbst, zum höchsten Niveau von Autonomie gelangt, wobei es sein Handeln auf die Maschine gerichtet und nicht auf das Leben orientiert hat, ist dabei, die Fähigkeit zu autonomer Lebensgestaltung völlig zu verlieren.
Derart stellt sich der zentrale Widerspruch unserer Zeit dar.
Die moderne Biologie ist Reflex ebenso wie Produkt dieser noch nie in der Geschichte von Leben auf Erden dagewesenen Situation: sich nicht um die Definition ihres «Gegenstandes», nämlich was ein Lebewesens ausmacht, scherend, trägt sie aktuell zur Negation autonomer Existenz von Leben bei.
In der Tat haben Biologen uns nichts mitzuteilen über die Stellung des Menschen in der Natur: indem sie das Gegenteil von dem sagen, was Kreationisten behaupten, beschränken sie sich darauf zu wiederholen, dass der Mensch «Produkt von Zufall und Notwendigkeit» ist, Zufall genetischer Veränderungen und Notwendigkeit natürlicher Auslese - eine Art Zufall ins Quadrat erhoben7. Es ist eben gar nicht nötig, an Gott zu glauben oder Theologie studiert zu haben (wie Darwin), um den tieferen Sinn der schönen Formulierung des anarchistischen Geographen Elisée Reclus (1830-1905) zu begreifen: «Der Mensch ist die sich selbst bewusst werdende Natur.»8
Reclus zeigt damit genau auf, was die Besonderheit des menschlichen Wesens ausmacht, nämlich das Gewissen und die Verantwortung die sich daraus ergeben. Wir bewohnen die Welt nicht nur, sondern sind uns auch bewusst, dass wir diese bewohnen und daraus resultiert eine Verantwortung sie zu unserer Welt zu machen.
Dies ist gewiss eine gewichtige und schwer zu erfüllende Aufgabe. Dabei handelt es sich nicht um eine wie auch immer gestaltete Berufung des Menschen durch eine höhere Macht und noch weniger um eine grundsätzliche menschliche Eigenschaft, der zum Durchbruch verholfen werden muss. Die Religion hat hier zweifellos die Stellung des Menschen als Zentrum der Schöpfung überhöht, indem sie diese mit göttlichem Willen und der Vorsehung erklärt hat. Es ist allerdings auch ein Irrtum, zu denken, dass wenn man diese religiöse Interpretation ablehnt, betreffe dies auch die entsprechenden Ansprüche an die Stellung des Menschen.
Es handelt sich nämlich einfach um eine ganz konkrete Notwendigkeit, die sich aus unserer Eigenschaft als Wesen ergibt das sich seiner Existenz auf Erden bewusst ist. Wenn der Mensch auch nicht mehr die Krone der Schöpfung ist - was auch immer man unter dieser Krone verstehen mag – so steht er doch immer noch im Zentrum dessen was er selber hervorbringt. Kurz gesagt, ist es eine Tatsache, dass wir im Zentrum unserer Welt stehen. Unsere Existenz auf Erden fordert gewisse Dinge ein, wir haben aber alle Freiheit diese nach unserem Geschmack zu gestalten. Darin eingeschlossen ist natürlich auch das Risiko zu scheitern oder auf den Holzweg zu geraten.
Leider scheint letzteres gerade vor unseren Augen zu passieren. Die ganzen Wortführer der modernen Welt, im speziellen die Wissenschaftler, propagieren, unter dem Vorwand den Anthropozentrismus zu bekämpfen, dass der Mensch in seiner Funktion veraltet ist. Sie verneinen auf diese Weise die ganz konkreten Bedürfnisse, die die Stellung des Menschen hervorbringt. Sie wollen nichts wissen von Verantwortung und Gewissen und wollen keine lebenswerte Welt schaffen. Dies allerdings alles nicht zu wollen und dennoch weiter auf dieser Welt, so wie sie ist weiter zu leben, schafft auch wiederum eine Welt. Es ist eine Welt die nicht die unsere ist, die uns immer fremder oder sogar feindlicher wird. Es ist eine Welt die nach der Logik der Maschine und nicht nach der Logik des Lebens organisiert ist.
Die Vorgehensweise der Wissenschaft hat sich durch und für die Physik entwickelt und die Ideologie des wirtschaftlichen Liberalismus inspiriert, um dann die Basis für den industriellen Kapitalismus zu werden in dem die Produktion und die soziale Organisation rationalisiert werden konnten. Die moderne Biologie hat wie viele andere Wissenschaftszweige das Denkmodell der Physik übernommen. So ist logischerweise dem Modell des Lebewesens als Maschine nach einigem Auf und Ab letztendlich der Durchbruch gelungen.
Um aus der Sackgasse dieser lebensfeindlichen Anschauung über Lebewesen als auch über das soziale und politische System hinauszukommen, scheint es mir unabdingbar eine neue Anschauung über das Leben zu erlangen. Eine neuartige Biologie, basierend auf der Anerkennung der Autonomie des Lebens und eine Naturphilosophie, die die angesammelten Erkenntnisse der klassischen Wissenschaften vereint mit der logischen Dialektik des Lebens.
Ich glaube dass das Bescheid wissen über das Leben uns dabei helfen kann ein Bewusstsein darüber zu entwickeln, was der Begriff  Autonomie wirklich bedeutet, und zwar sowohl bezogen auf unser Verhältnis zur Natur, als auch auf das soziale Verhalten. Dabei geht es in keinster Weise darum hiermit irgendwelche Naturgesetze zu bemühen, welche politische Perspektiven aufzeigen sollten.
 Die Idee eines Gesetzes in der Wissenschaft oder einer Ordnung in der Gesellschaft suggeriert ein für allemal festgelegte und unumstössliche Beziehungen zwischen Dingen oder Wesen, so wie man es an Maschinen sehen kann. Die Idee der Autonomie beinhaltet nun aber genau das Gegenteil: das Lebewesen kann nur in dem Masse existieren und weiter bestehen, wie es imstande ist die speziellen Beziehungen, durch die es seine Unabhängigkeit bewahrt, immer wieder neu zu definieren. Die Wissenschaft kann Naturgesetze nur im Bereich der Physik formulieren, wo es sich um starre und leblose Objekte handelt. Bei allem was darüber hinausgeht, von der Biologie bis zur menschlichen Gesellschaft und Geschichte, geben die Widersprüche den Ton an. Das Lebewesen entwickelt sein Erscheinungsbild anhand einer dialektischen Logik, bei der sich die Notwendigkeit der Freiheit der autonomen Subjekte unterordnet.
In dem Masse wie die Physik, die Wissenschaft der unbelebten Objekte, die Basis für den industriellen Kapitalismus geschafft hat, so kann die moderne Biologie und eine richtige Naturphilosopie eine Basis für eine Gesellschaft schaffen, die frei ist von Herrschaft und sozialer Ausbeutung. Es müsste eine Biologie sein, die die Lebewesen ins Zentrum ihres Interesses stellt und damit den Menschen in seiner Unabhängigkeit und Freiheit. Anstatt immer danach zu streben die körperliche Arbeit an Maschinen und grosse unpersönliche Organisationen zu delegieren, könnten wir auf diese Weise die Weltproduktion und unsere Existenz zu einem Werk unserer Hände werden lassen.9
Eine neue Sicht auf die Welt und eine neue Sicht auf das Leben können jedoch alleine nichts bewirken. Um etwas zu verändern bedarf es sozialer Kräfte die solche Ideen in die Realität umsetzen können. Anders herum, wenn man sich lediglich darauf beschränkt alles abzulehnen ohne neue Denkmuster anzustreben, wird jede Aktion von vornherein dieselben Muster und todbringenden Ideologien reproduzieren. Solange die Probleme aus dem althergebrachten Blickwinkel und mit den Wertvorstellungen des Systems, das sie hervorgebracht hat, betrachtet werden wird sich nichts ändern. Beispiele dafür sind die Unfähigkeit eines Teils der Umweltbewegung, eine kritische Sicht auf die Welt  zu vermitteln und die Art und Weise, wie die grossen Unternehmen und der Staat sich das Thema Ökologie unter den Nagel gerissen haben.
Eine Sicht auf das Leben die dessen Einzigartigkeit anerkennt kann in vielerlei Bereichen neue Perspektiven eröffnen. Eine Neudefinition der Beziehung zwischen den Lebewesen, den Maschinen und dem Menschen, um die es implizit geht, kann zu einem Mehr an Leistung und zu ökologischeren Anwendungen in Industrie und Technik kommen. Die Durchdringung unseres Lebens durch die Maschinen hat uns der Welt und der Natur entfremdet und uns dazu gebracht immer mehr in der Abstraktion und im Virtuellen zu leben. Die Verheissung, das Leben zu meistern, die in letzterem enthalten ist, entsteht nicht durch solch eine rein technische Sicht auf das Leben, sondern vor allem durch eine soziale Beziehung des Menschen zu den anderen Lebewesen und der Natur. Um wieder ins Zentrum unseres Schaffens zu rücken, müssen wir uns in erster Linie gemeinschaftlich unsere Lebensgrundlagen schaffen und dabei in der Natur einen würdigen Partner finden.
Alles Weitere ergibt sich daraus von selber, oder eben nicht...


1. Aurélien Berlan, La fabrique des dernières hommes, retour sur le présent avec Tönnies, Simmel et Weber, éd. La Decouverte 2012 – «Rückkehr in die Gegenwart mit Tönnies, Simmel und Weber» siehe Buchvorstellung in Arch. 212 u. 213  2013
2. Gérard Nissim Amzallag, La réforme du vrai, enquète dur les sources de la modernité, éd. Charles Léopold Mayer, 2010, Karl Polanyi: The Great Transformation. Politische und ökonomische Ursprünge von Gesellschaften und Wirtschaftssystemen, Shur
3. vom 18.-29. Oktober 2010 fand in Nagoya (Japan) die Weltkonferenz zu Biodiversität statt. Es ging darum, ein internationales Abkommen von 1992 voranzubringen, um das immer schneller vorangehende Verschwinden von Arten zu stoppen. An dieser Stelle wurde die Biodiversität als eine Gesamtheit der Dienste dargestellt, die die Natur der Wirtschaft leistet. So wurde der Wert oder die Verschlechterung im Hinblick auf eventuelle Kompensationszahlungen berechnet.
4. Jared Diamond u. Sebastian Vogel, Kollaps, warum Gesellschaften überleben oder untergehen, Fischer Taschenbuch Verlag, Sept. 2011
5. So gesehen  stellt der zweite Weltkrieg sicher einen Wendepunkt dar. Die Entwicklung der Atombombe und diverser anderer Technologien haben zu der heutigen sozialen und ökologischen Krise geführt.
6. Aurélien Berlan, siehe 1.
7. Jacques Monod, Zufall und Notwendigkeit, philosophische Fragen der modernen Biologie, Piper Verlag, Feb.1992. Im selben Sinn: »das menschliche Wesen ist ein reines Zufallsprodukt, und nicht das unvermeidliche Resultat der Steuerung des Lebens oder der Mechanismen der Evolution», Stephen Jay Gould u. Sebastian Vogel: Illusion Fortschritt, die vielfältigen Wege der Evolution, Fischer Taschenbuch Verlag (März 2004)
8. Elisée Reclus
9. um die von Hannah Arendt in Vita activa oder vom tätigen Leben (Verlag Stuttgart Kohlhammer, 1960), vorangetriebenen Kategorien wieder aufzunehmen.


Diese Artikelserie ist auf französisch als Broschüre bei Radio Zinzine, F-04300 Limans erhältlich. Alle Personen die Lust haben, mir bei unabhängigen Recherchen zu den oben angesprochenen Themenbereichen zu helfen, sind herzlich eingeladen (www.radiozinzine.org).

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Archipel

Dieser Text stammt aus dem Archipel

Ausgabe: 221 (12/2013)

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