GESTERN - HEUTE - MORGEN: Viele Grüße aus Mexiko?
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Viele Grüße aus Mexiko…


Die folgende Chronik, bei der es um Eroberung von Land geht, um die kleine zapotekische Gemeinde von Ranchu Gubina, eine der 574 Gemeinden von Oaxaca, um Krabben und Morde sowie um das Geheimnis der Mangroven und der Guelaguetza, schickte uns George Lapierre von seinem derzeitigen Wohnort, dem Bundesstaat Oaxaca. In mehreren Kapiteln schildert er das Leben in Mexiko und wirft anhand philosophischer und politischer Betrachtungen Fragen zum heutigen Europa auf.


Die totalitäre Welt entwickelt sich nur, wenn sie jegliche Opposition ausschaltet. Wir befinden uns noch auf der Ebene des Denkens: des totalitären Denkens. Hier schaltet das Geld als Entfremdung des Austauschs jede andere Form des Denkens aus, da ist die Kultur der Geist der Gegenseitigkeit. Marcos sagt, die einzige Möglichkeit, die Welt zu erobern, sei, sie zu zerstören. 1 Ja, aber ich würde noch hinzufügen: jede Form kollektiven Lebens, die Kulturen relativ freier und souveräner Völker zu zerstören. 2


Die Eroberung von Land


Sein Territorium verteidigen heißt immer, seinen Raum verteidigen. Einen Raum, der von einem Kollektiv sozialisiert wurde, und diesen Raum gegen jede Einmischung von außen, welche die Autonomie bedroht, verteidigen. Jeder Eingriff von außen in das Leben einer Gemeinschaft ist ein Eingriff in ihre Autonomie, so schwach und unscheinbar diese auch sein mag. Es bringt eine Gemeinschaft in Gefahr, desorganisiert sie und löst sie schließlich auf. Die Gemeinschaft reagiert und verteidigt sich, auch wenn es sich nur um ein Stadtviertel von Mexiko-City handelt wie z.B. Tepito, wo jeder Polizeieinsatz einen Aufstand auslösen kann (oder wie in den Vororten der französischen Großstädte).


Die totalitäre Welt dringt allmählich mit Verbrechen und Korruption in die Gesellschaft ein, um sich zum ausschließlichen Vorteil einer Minderheit etwas anzueignen, was vorher Allgemeingut gewesen war.


Die Ereignisse in Union Hidalgo, in der Nähe der Stadt Juchitan im Isthmus von Tehuanatepec, veranschaulichen den Widerstand einer Gemeinde gegen die Einmischung «von oben» und die Habgier einiger. Für die Krabbenzucht in einer Lagune sollte eine Gemeinschaft zerstört werden, doch diese bietet den Machtinteressen die Stirn,


Erdwege, die endlos scheinen, weil die Landschaft so eben ist, vertrocknete Maisfelder in der tödlichen Tropensonne, einige bucklige Kühe mit hängenden Ohren und, am Ende der Straße die Lagune, ein Fischerdorf, Schilfhütten im grauen Sand, die Mangroven mit ihren Geheimnissen, die Stille des Meeres und der Erde.


Die Männer fischen Krabben, die Frauen verkaufen sie. Mit dem Geld können sie sich zusammen mit ihren Männern an der Guelaguetza 3 beteiligen, den Geschenken und Gegengeschenken, die im Verlauf von Festen ausgetauscht werden.


Am 13. Februar 2003 befiehlt Armando Sanchez Ruiz, Gemeindepräsident von Union Hidalgo, (Hauptort der Region) der Polizei, auf die Menge zu schießen. Verletzte fallen zu Boden, Manuel Salinas Santiago bleibt liegen. Nach einer anfänglichen Panik greifen die Zapoteken die Polizisten an. Ein Steinhagel geht auf die Ordnungshüter nieder, Gewehre gegen Steine, der Kampf ist zwar ungleich, aber die Polizisten und der Bürgermeister ergreifen die Flucht. Vier Gemeindepolizisten werden gefangen genommen. Sie gestehen, dass der Bürgermeister am Vorabend Gewehre und Munition an sie verteilt hat. Die Leute rufen die Abschaffung der Behörden aus.


Ranchu Gubina


Alles begann vor einigen Jahren, als ein Privatunternehmen, Camaron Real del Pacifico 4, auf dem Gemeindeland die industrielle Verarbeitung von Krabben in Angriff nehmen wollte. Ohne jemanden – und schon gar nicht die Gemeindebewohner – um Erlaubnis zu fragen, begann es, mit Bulldozern in die Mangroven hineinzufahren und die Mangroven zu zerstören, von denen dort das ökologische Gleichgewicht abhängt. Die Bevölkerung lehnte sich auf. Sie gewann einen Prozess gegen das Unternehmen.


Im Januar 2002 wurde Armando Sanchez Ruiz Gemeindepräsident und startete sofort ein neues Projekt mit dem Namen Desarollo Acuicola de Oaxaca Pacifico unter seiner Leitung. Der Name hatte sich geändert, aber das Projekt war genau das gleiche wie das vorige. Die Bevölkerung protestierte aufs Neue, das Projekt erhielt abermals keine Bewilligung von den Bundesbehörden. Der Unternehmensleiter erklärte: «Das ist uns völlig egal. Mit oder ohne Bewilligung werden wir uns diese Krabben holen.»


Als der Gemeindepräsident nach einem Jahr die Abrechnung präsentierte – Ende Dezember 2002 – merkten die Leute, dass acht Millionen Pesos verschwunden waren.


Die Bevölkerung organisierte sich im Consejo Cudadano Unihidalguense (CCU), dem Bürgerrat von Union Hidalgo. Carlos Manzo 5 schreibt: «Der CCU ist eher ein Organisationsexperiment der indigenen Zivilgesellschaft als ein Komitee, das von einer politischen Partei geleitet wird.» Obwohl hier Mitglieder mehrerer Parteien sowie Parteilose zu finden sind, «kann man nicht behaupten, dass es eine Parteiideologie oder –praxis gibt.»


Die Einwohner forderten eine Audienz beim Gericht des Staates Oaxaca, um Klage wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder zu erheben. Sie richteten ihr Schreiben am 10. Januar 2003 an das Gericht, die Antwort traf am 16. Januar ein: Das Gericht würde am 13. Februar eine Untersuchungskommission entsenden.


Als am 13. Februar niemand erschien, berief der CCU eine Generalversammlung ein, um die Bürger von der Nichteinhaltung des Vertrags zu informieren. Die Versammlung beschloss, vor dem Gemeindehaus zu demonstrieren. Die Demonstranten bewegten sich gerade auf das Gemeindehaus zu, als sie Schüsse aus der Richtung des Kommissariats hörten. Sie gingen weiter, weil sie dachten, dass die Schüsse in die Luft abgegeben wurden. Doch schon fielen einige Verletzte zu Boden. Erst jetzt bemerkten sie, dass der Gemeindepräsident, der Syndic und sein Stellvertreter vor dem Gemeindehaus standen und den Polizisten befahlen, auf die Menge zu schießen.


Nach diesem tragischen Zwischenfall berief der CCU eine Versammlung ein, welche die Auflösung der Behörden forderte und zum zivilen Ungehorsam aufrief, solange die Gerichtsverhandlung nicht stattgefunden hätte. Die Dienstleistungen der Gemeinde wurden eingestellt, öffentliche Sicherheit, Müllabfuhr, Schultransporte usw.


Bis heute gibt es keine Reaktion auf die gegen den Bürgermeister und seine Schergen erhobenen Klagen. Hingegen wurden die aktivsten Mitglieder des Bürgerrats wegen Diebstahl, Zerstörungen und sogar Entführung angeklagt und verhaftet.


Im Mai verweigerten die Bewohner des Stadtviertels, in dem Manuel Salinas Santiago wohnte, der am 13. Februar getötet worden war, dass ihre Straße gepflastert würde und baten die Arbeiter zu gehen, was diese taten. Am nächsten Tag kamen diese aber wieder in Begleitung von 40 bewaffneten Polizisten. Dies schien aber keine gute Strategie zu sein, denn die Bewohner wehrten sich sofort und bewarfen die Polizisten mit Steinen. Vielleicht war es aber doch eine gute Taktik, denn die Ordnungshüter ergriffen die Flucht, wobei zwei von ihnen durch Schüsse verletzt wurden: «Sicherlich haben sie sich gegenseitig angeschossen, denn nur sie waren bewaffnet.»


Infolge dieses Zwischenfalls erhoben die Behörden Klage wegen versuchten Totschlags.


Am nächsten Tag wurde Carlos Manzo in Juchitan verhaftet, tags darauf Luis Alberto Martin Lopez und Francisco de la Rosa Gomez, der seither wieder freigelassen wurde und mit dem ich während meines Aufenthalts in Union Hidalgo lange gesprochen habe.


Krabben und Morde


Er erzählte mir, dass sich seit April eine Reihe beunruhigender Ereignisse zugetragen hätte, vor allem wenn man sie im konfliktreichen Kontext von Union Hidalgo und den Morddrohungen, welche die Leute per Telefon bekämen, betrachtete.


Im April stirbt der Zahnarzt Jacinto Morales, Mitglied des CCU, bei einem Autounfall auf der Straße von Juchitan nach Union Hidalgo. Der Lastwagen, der den Unfall verursacht hat, verschwindet.


Im Juni holen Luis de la Rosa, der Bruder Franciscos, mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter den Anwalt zu Hause ab. Der Anwalt ist Carlos Sanchez Lopez, juristischer Berater der CCU und Verteidiger der drei Angeklagten, Carlos Manzo, Luis Alberto Marin und Francisco de la Rosa. Er ist nicht zu Hause. Das Ehepaar fährt Richtung Oaxaca, als ein Lastwagen auf ihr Auto zurast. Luis und seine Frau sind auf der Stelle tot, das Mädchen schwer verletzt. Der Lastwagen gehört der Bundeskommission für Elektrizität. Diese bedauert den Unfall, verweigert aber, dass der Chauffeur verhört wird: «Er ist auf Urlaub…». Es scheint, als wäre der Chauffeur mit Hilfe der Kommission spurlos von der Bildfläche verschwunden.


Auch im Juni verlässt Professor Alfredo Martinez, Mitglied des CCU, eine Autoreparaturwerkstatt. Fünfzehn Minuten später platzt sein Vorderreifen, er verliert die Kontrolle über sein Fahrzeug und stirbt bei dem Unfall.


Diese Reihe von Unfällen, bei denen Mitglieder des CCU umkommen, beunruhigt die Leute, sie reden untereinander: «Natürlich gibt es Autounfälle, oft begehen die Schuldigen Fahrerflucht, aber so viele…»


Am 17. August erfahren wir vom Tod des Anwalts Carlos Sanchez Lopez. Seine Leiche wurde in einem verrufenen Stadtviertel von Juchitan gefunden, sein Kopf war von einem Betonblock zertrümmert worden. Angeblich war er von einem polizeibekannen Dieb überfallen worden, der kurz darauf verhaftet wurde. Dennoch gibt es einige Ungereimtheiten. Zwei Zeugen zufolge, die den Anwalt kannten, hatte dieser am besagten Abend ziemlich viel getrunken. Sie hätten ihn zu seinem Auto gebracht, damit er schlafen könne, und seien in die Bar zurückgekehrt. Kurz danach sahen sie, wie  zwei Männer ins Auto einstiegen und davonfuhren. Also wer hat Carlos Sanchez Lopez getötet?


Der Verdächtige ist in der Tat eine dunkle Gestalt, dessen Hauptbeschäftigung darin bestand, Betrunkene um den Inhalt ihrer Taschen zu erleichtern. Warum hätte er also den Anwalt entführen sollen? Und der Unfall mit dem Auto, in dem der Anwalt hätte sitzen sollen und der dem Bruder und der Schwägerin von Francisco de la Rosa das Leben kostete? Übrigens: Kurz nach dem ersten Unfall gab es einen zweiten auf derselben Straße, der einen Toten und einen Schwerverletzten forderte. Beide waren führende Mitglieder der COCEI (Bauern- und Studentenkoordination des Isthmus), wie Carlos Sanchez Lopez.


Wurde der Anwalt umgebracht? Neben der Verteidigung der angeklagten Mitglieder des CCU unterscuhte er auch den Unfall, an dem der Lastwagen der Bundeskommission für Elektrizität beteiligt war.


Der Abgeordnete? Carlos Sanchez Lopez, einer der Gründer der COCEI, lokaler Abgeordneter des PRD, spielte innerhalb und außerhalb seiner Partei eine wichtige Rolle in der traditionellen Bauernbewegung, der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung und in städtischen Bewegungen.


Oder der zufällig vorbeigehende Fußgänger?


Wenn man etwas tiefer in die Affäre eintaucht, die eigentlich fast banal erscheint – ein Bürgermeister und unzufriedene Einwohner - ist man schon mitten im Wirbel, mitten in einem groß angelegten, schrecklichen Versuch von Geschäftsleuten und Politikern, bestehende soziale Verhältnisse umzustoßen, und ihre Wege mit Leichen pflastern..


Der Bürgerrat von Union Hidalgo und der Ältestenrat von Ranchu Gubia haben, als ich gerade diese Zeilen schrieb, einen erneuten Übergriff seitens der Polizisten denunziert, welche im Dienst des ehemaligen Bürgermeisters stehen. Am frühen Morgen des 16. September erschienen etwa 40 bewaffnete Männer auf dem Dorfplatz, wo die Einwohner eine Anlaufstelle haben. Sie bedrohten die Leute mit ihren Maschinenpistolen und entführten danach zwei Personen, Juan Castillo und Manuel Zarate. Sie führten diese aus dem Dorf hinaus und waren drauf und dran, sie auf Befehl eines ehemaligen Beamten des Gemeinderates zu erschießen, als sich ihnen ein Auto in der Dämmerung näherte. Sie ließen von ihren Opfern ab: «Gehen wir, damit man uns nicht sieht, lasst diese Idioten hier, diesmal sind sie noch einmal davongekommen, aber das nächste Mal werden sie nicht so viel Glück haben.»


Das Projekt der Krabbenzucht in der Lagune ist mit enormen finanziellen Interessen gepaart. Es ist Teil des Plans Puebla-Panama. Millionen Dollar stehen auf dem Spiel, denn der Export und der Verkauf von Krabben sind derzeit ein einträgliches Geschäft.


Die Einwohner von Union Hidalgo sehen sich nun mit privaten und staatlichen Interessen konfrontiert, weil sie dieses Projekt ablehnen. Es würde an die 500 Familien in Gefahr bringen. Man könnte meinen, dass es einen Gewinn für die Bevölkerung bringen könnte, zum Beispiel in Form von Arbeitsplätzen, wie die Unternehmer sagen. Dem ist aber nicht so. Die industrielle Produktion schafft nicht nur fast keine Arbeitsplätze, denn man kommt mit wenigen Arbeitern aus, sondern sie zerstört auch. Hauptopfer ist die lokale Bevölkerung, die Fischerei betreibt, und das Ökosystem, das brutal vernichtet wird, vor allem die Mangroven. Diese wunderbaren Bäume, wie Kraken in einer sonderbaren Metamorphose, sind der Übergang zwischen den Ökosystemen der Erde und des Meeres. Sie sind die Verbindung zwischen dem tropischen Urwald und dem Korallenriff, das Bindeglied  zwischen Süßwasser und dem Meer. Sie stellen ein wichtiges Element für das biologische Gleichgewicht und für die natürliche Vermehrung der Krabben dar. Sie sind auch eine wichtige Quelle für Medikamente sowie Nahrung für Mensch und Tier.


Die Deportierung ganzer Bevölkerungsgruppen ist nichts Ungewöhnliches in einem Land, in dem Geschäftsleute mit Unterstützung von Politikern hochproduktive Ökosysteme in private Unternehmen zu ihrem ausschließlichen Profit ausnuützen.


Dieses Beispiel zeigt deutlich, wie das totalitäre Denken funktioniert, wie es sich den Geist des Austauschs und ein Territorium aneignet, d.h. einen sozialisierten Raum des Kosmos.


Das Geheimnis der Mangroven und die Guelaguetza


Ein Territorium ist der Raum für Kommunikation, für Austausch. Dies feiern die Zapoteken des Isthmus in der Guelaguetza. Der Widerstand der Zapoteken der Lagune spielt sich nicht nur auf einer politischen Ebene ab – ein unehrlicher Bürgermeister muss durch einen anderen ersetzt werden – er geht viel tiefer.


Ich würde sagen, es ist der «soziale Widerstand» einer Lebensform, die sich ihres allmählichen Niedergangs bewusst ist, aber auch dessen, dass sie auf einer Ethik beruht, auf Würde, und dass man sie vor dem Schiffbruch bewahren muss.


Die Einmischung von außen, von der sich alle betroffen fühlen, erlaubt es der Gemeinschaft, sich ihrer selbst als Gemeinschaft bewusst zu werden. Das ist so in der kleinen zapotekischen Gemeinde Ranchu Gubina geschehen, eine der 574 Gemeinden von Oaxaca, Opfer der Repression und der offiziellen Lüge der Regierung von Oaxaca.» Der Bürgerrat von Union Hidalgo ist Ausdruck dieses Bewusstseins, daher stellt er eine reelle Gefahr für die Mächtigen dar, und deshalb werden seine Mitglieder bedroht, verfolgt, eingesperrt (oder umgebracht?)


Georges Lapierre


1. Brief des Subcomandante Marcos vom 13.9.2003 zur Mobilisierung gegen den Neoliberalismus in Cancun


2. Ich denke bei dieser Beschreibung nicht an die Franzosen oder Italiener, denn weder die Italiener noch die Franzosen sind Völker, schon gar nicht souveräne Völker, viel mehr die Staaten sind souverän. Ich denke an die Tubus, die Tuareg usw.


3. Der Austausch selbst heisst Guetza, die Summe der Tauschhandlungen an einem Fest heisst Guelaguetza


4. Königskrabbe des Pazifik

5. Carlos Manzo: Wer hat Carlos Sanchez getötet? In: La jornada, September 2003
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Archipel

Dieser Text stammt aus dem Archipel

Ausgabe: 122 (12/2004)

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