Archipel

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SYRIEN: Grosser Aufbruch, langer Krieg

SYRIEN: Grosser Aufbruch, langer Krieg

Vor fünf Jahren begann der arabische Frühling – auch in Syrien. Oussama, ein syrischer Flüchtling, den wir im November 2015 in der Türkei getroffen haben, erzählt über den fast vergessenen Aufbruch einer friedlichen Freiheitsbewegung in der Bevölkerung seines Landes und beschreibt die Entfesselung eines Krieges, der diesen Anfang zunichte machen sollte.Archipel: Wie hast du die Politik in Syrien vor 2011 und danach erlebt? Original Author:  Das Interview führte Alex Robin (Teos, Türkei, 11. November 2015)

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FRANKREICH: Ein Abschiebegefängnis in Marseille

FRANKREICH: Ein Abschiebegefängnis in Marseille

Einige junge Personen haben sich während mehreren Wochen täglich zum Zentrum für Amtlichen Gewahrsam in Marseille begeben, um Kontakt mit den dort «in Gewahrsam Genommenen» aufzunehmen. Sie fanden Wege, um mit den Menschen vor Ort zu sprechen, ihnen zuzuhören und Unterstützung zu geben. Ihre Erfahrungen haben sie in einer Broschüre dargestellt, deren Einleitung wir hier abdrucken.Das CRA (Centre de Rétention Administrative – Zentrum für Amtliche Verwahrung) ist eine schwelende Wunde, deren Ausfluss uns nicht einfach nur die Nase rümpfen lässt, sondern die eine Belastung für uns alle und unsere gemeinsame Sache ist, die uns vereinzelt und eine kaum wahrnehmbare Scheidewand zieht zwischen dir und mir, zwischen uns und euch, zwischen dem, der Recht hat und dem, der kein Recht hat – was viele nicht hinterfragen: Nein, der oder die da hat kein Recht, sein Leben ist es nicht wert, hier gelebt zu werden.

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RUMÄNIEN: Nicht mit Gold aufzuwiegen

RUMÄNIEN: Nicht mit Gold aufzuwiegen

Rosia Montanà ist gerettet und kommt auf die rumänische UNESCO-Liste! Ein paar Dutzend Bergbauern und Aktivist_innen können es also doch mit einem millardenschweren Industrieprojekt und einer kleptokratischen Polit-Elite aufnehmen. Ein paar Tonnen Gold weniger in der globalen Umlaufbahn, und zweitausend Jahre Kulturgeschichte für die Zukunft bewahrt.«Dies ist ein grosser Sieg für die Zivilgesellschaft, von Tausenden von Menschen in Rumänien und im Ausland, die die Rettung Rosia Montanà gefordert haben und gegen die Zerstörung von Natur und Kultur auf die Straße gegangen sind», sagt Eugen David, Präsident der Bürgerinitiative Alburnus Maior. Der gelernte Bergbauingenieur, das authentische Gesicht der Kampagne Save  Rosia Montanà, kehrte nach der Wende 1990 in sein Heimatdorf zurück und betreibt mit seiner Familie dort seither Landwirtschaft. Original Author:  Jochen Cotaru, EBF

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SPANIEN - ANDALUSIEN: Zwischen Krise und politischer Öffnung

SPANIEN - ANDALUSIEN: Zwischen Krise und politischer Öffnung

Inmitten der Wirtschaftskrise und trotz Unterdrückung der sozialen Proteste hat die andalusische Gewerkschaft SOC-SAT im Jahr 2015 dank ihrer Strategie internationaler Aktionen, dank der Festigung ihrer Organisation und ihrer Allianz mit Akteur_innen der neuen spanischen Politik Erfolge erzielt.Seit 15 Jahren nun organisieren sich immigrierte Arbeiter_in-nen aus der industriellen Landwirtschaft mit der andalusischen Landarbeiter_innen-Gewerkschaft SOC (Sindicato obrer@s del campo) gegen Ausbeutung, Diskriminierung und gegen die Nicht-achtung fundamentaler Grundrechte. Die sich stark ausbreitende industrielle Landwirtschaft verlangt nach gefügigen und billigen Arbeitskräften, um grosse Gewinne sicherzustellen. Soziale Unsicherheit Original Author:  Federico Pacheco, SOC-SAT

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KATALONIEN: Rebellisches Barcelona

KATALONIEN: Rebellisches Barcelona

In Barcelona hat ein alternatives politisches Projekt das Bürgermeisteramt erobert. Der folgende Artikel erklärt den historischen Zusammenhang und die Herausforderungen für die sozialen Bewegungen zwischen Institutionalisierung und Aufbegehren. Teil 2.Im ersten Teil des Artikels erinnerte der Autor an die historischen Besonderheiten der Stadt Barcelona und zeigten auf, wie die «klassischen» Politiker_in-nen das Vertrauen der Bevölkerung verloren haben.Die Krise Original Author:  Pau Blino

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FRANKREICH: Ihr schmeisst uns nicht raus!

FRANKREICH: Ihr schmeisst uns nicht raus!

Wir wehren uns gegen den Ausnahmezustand und gegen das völlig unnötige Bauprojekt des Flughafens von Notre Dame des Landes (NDDL) im Pays de Loire.In heiliger anti-terroristischer Einigkeit werden die Ränge geschlossen, um jeder abweichenden Stimme, jedem Protest einen Maulkorb anzulegen. Die Emotionen, die durch die Attentate in Paris hervorgerufen wurden, werden instrumentalisiert, um die Basis für eine neue, komplett normierte Art des Regierens zu legen, welche Moralisierung mit Polarisierung kombiniert. Jede und jeder wird indirekt dazu aufgefordert, zwischen dem Anschluss an eine nationale Pseudoeinheit und dem möglichen Ausschluss aus der Gesellschaft zu wählen. So kann eine mit Hilfe der Datenbankerfassung von allen Störfaktoren gereinigte neue Gesellschaft entstehen.Kurzer Rückblick Original Author:  Die Amsel,Anfang Februar 2016

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TÜRKEI: Die Türkei in der Sackgasse

TÜRKEI: Die Türkei in der Sackgasse

Im vergangenen Dezember war ich zum ersten Mal seit  2010 wieder in der Türkei. In den letzten fünfeinhalb Jahren hat sich in dem Land eine starke soziale Bewegung und eine damit verbundene politische Öffnung entwickelt. Alle Hoffnungen sind jedoch seit dem vergangenen Sommer durch die herrschende Gewalt, Repression und die inneren Spannungen  verschüttet. Im Jahr 2010 bereicherte die Öffnung gegenüber den Arme-nier_innen die politische Kultur, nachdem mehrere türkische Intellektuelle diese Volksgemeinschaft wegen der an ihr begangenen Massaker um Verzeihung gebeten hatten. Die Regierung der AKP (Gerechtigkeits- und Entwicklungspartei) beschränkte die Macht der Armee und begann Verhandlungen mit den Kurd_in-nen.Die Revolte um den Gezi-Park in Istanbul 20131 und der Erfolg der HDP («Demokratische Partei der Völker») bei den Wahlen im Sommer 2015 hatten eine Welle der Begeisterung ausgelöst. Jetzt aber haben alle, denen ich begegnet bin, ihre Verzweiflung und ihr Gefühl von Ohnmacht gegenüber den Ereignissen im Land zum Ausdruck gebracht. Original Author:  Nicolas Bell, EBF

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BUCHEMPFEHLUNG: Blumen für Otello

BUCHEMPFEHLUNG: Blumen für Otello

Ein Stück von Esther Dischereit,  gewidmet den Mordopfern des NSU,  ins Türkische übersetzt von Saliha Yeniyol.Dieses Buch könnte Jagos Albtraum sein. Der Albtraum jedes Rassisten. Wäre es denn für oder gegen Jago geschrieben. Aber das ist es nicht. Dieses Buch ist eine eigene Welt, und in dieser Welt würde sich Jago nicht zurecht finden. Er würde seinen Hass suchen und ihn nicht finden. Er würde sich selbst suchen und sich nicht wiedererkennen. «Blumen für Otello» heißt dieses Buch, geschrieben von Esther Dischereit. Es öffnet die Türen zu einem bisher fest verriegelten Haus. Der erste Raum ist hell und groß, darin wohnt, schön und unausweichlich, die Trauer. Es ist die Trauer um ermordete Väter, Söhne, Brüder. Sie hatte in den Schlagzeilen um die Morde des NSU, des Nationalsozialistischen Untergrunds, bisher wenig oder gar keinen Platz. Die Geste der Trauer ist zärtlich und erhaben Original Author:  Elisabeth Wagner,freie Journalistin

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UKRAINE: Filmtage für Menschenrechte

UKRAINE: Filmtage für Menschenrechte

Ursprung und Verbreitung des wandernden Dokumentarfilmfestivals Docudays UA stehen in einer wechselseitigen Beziehung zum Aufbau der Zivilgesellschaft in der Ukraine. Das Festival «Filmtage für Menschenrechte» fand zum ersten Mal im Jahr 2003 statt. Das Programm umfasste Dokumentarfilme und auch grosse Spielfilme. Die meisten der gezeigten Filme waren für die Ukraine Premieren. Von Anfang an entschieden die Organisator_innen, dass die Filme nicht nur in Kiev, sondern auch in den ukrainischen Regionen gezeigt werden sollten. Nach dem zweiten Festival in Kiev begann der Anlass unter dem Titel Travelling festival - Filmtage für Menschenrechte durch andere Städte zu wandern. Im Jahr darauf, als es zum Internationalen Dokumentarfilm-Festival in Amsterdam (IDFA) eingeladen war, wurde es Mitglied des internationalen Netzwerks Human Rights Film Network (HRFN). Original Author:  Natacha Kabatsiy, CAMZ, Uschgorod

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FRANKREICH: Der Staat lässt seine Maske fallen

FRANKREICH: Der Staat lässt seine Maske fallen

Es ist etwas faul im Königreich von François Hollande. Das, was seit den Pariser Anschlägen vom 13. November 2015 im Rahmen des ausgerufenen Ausnahmezustandes passiert, läutet eine neue Ära ein; ein neues Kapitel wird aufgeschlagen und seine Zeilen werden in braun geschrieben. Original Author:  Cedric Bertaud, Radio Zinzine, 9. Dezember 2015

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