Archipel

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ÜBERWACHUNGSSTAAT: Orwells «1984» plus 32 Jahre

ÜBERWACHUNGSSTAAT: Orwells «1984» plus 32 Jahre

Im Plenum zum Thema «Die Flucht in den Überwachungsstaat» sprachen Eberhard Schultz, Menschenrechtsanwalt aus Berlin; Bernard Schmid, Jurist und Journalist aus Paris; Mathieu Rigouste, französischer Soziologe und Wolf Wetzel, Autor aus Frankfurt am Main, dessen Redebeitrag wir hier veröffentlichen. Unser Thema hat einen bemerkenswerten Titel: Flucht in den Überwachungsstaat. Dieser legt nahe, dass der Staat vor etwas fliehen müsse, also dazu gezwungen worden sei. Da muss ich zugleich widersprechen und enttäuschen: Der Staat (in Frankreich und Deutschland) musste in den letzten Jahrzehnten nicht fliehen. Die Fluchtbewegung ist (leider) eine andere: Wir fliehen vor ihm (mehr recht als schlecht), wobei Starre und Regungslosigkeit eine bessere Zustandsbeschreibung wären.Rasterfahndung Original Author:  Wolf Wetzel*

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AKTUELLE WIDERSTÄNDE: Aus dem Widerstand wachsen

AKTUELLE WIDERSTÄNDE: Aus dem Widerstand wachsen

Schilderung der Bewegungen gegen das Flughafenprojekt in Notre-Dame-des-Landes in Frankreich und den Bau einer Bahnstrecke für Hochgeschwindigkeitszüge im Val de Susa in Italien.Das Kollektiv mauvaise troupe hat diesen Beitrag vorbereitet und vorgetragen. Es ist ein Kollektiv von Menschen, die in den Jahren 2000 zu verschiedenen Bewegungen gestossen sind und sich darin engagiert haben. Inzwischen haben sie die Geschichte und Entstehung der beiden Bewegungen von Notre-Dame-de-Landes und vom Val de Susa in einem Buch veröffentlicht. Wir geben hier einige Auszüge aus ihren Erzählungen wieder.Die ZAD – eine «zu verteidigende Zone» Original Author:  mauvaise troupe

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Vom Rebellischen Zusammentreffen im Wendland (Deutschland) erreichte uns folgende Grussbotschaft:

Vom Rebellischen Zusammentreffen im Wendland (Deutschland) erreichte uns folgende Grussbotschaft:

An unsere compañer@s von Longo mai und dem Europäischen BürgerInnen Forum, an unsere Freund_innen und Kompliz_innen aus Europa und der ganzen Welt!Mit Freude haben wir von eurem Sommertreffen in der Provence erfahren. Auch wenn es zeitgleich zu unserem Rebellischen Zusammentreffen im Wendland stattfindet und wir deshalb nicht selbst kommen können, macht es Mut zu sehen, dass sich Menschen an verschiedenen Orten zusammentun, diskutieren, sich organisieren und Widerstand leisten.Wir teilen eure Wut über die herrschenden Zustände, euren Vorschlag zusammen zu kommen, uns gegenseitig kennenzulernen und unsere Kräfte zu bündeln – weltweit – und vor allem unseren Worten Taten folgen zu lassen, Widerstand zu leisten und Zerstörung, Krieg, Ausbeutung und Unterdrückung etwas entgegenzusetzen. Original Author:  Solidarische Grüsse, die Vorbereitungsgruppe des Rebellischen Zusammentreffens 2016

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AKTUELLE WIDERSTÄNDE: Nein zur dritten Piste in Wien!

AKTUELLE WIDERSTÄNDE: Nein zur dritten Piste in Wien!

Seit über einem Jahrzehnt ist eine dritte Flugpiste in Wien-Schwechat in Planung. Die Umsetzung kann jederzeit beginnen – dennoch schweigt ganz Wien. Kaum jemand weiß Bescheid über die Ausbaupläne, der bisherige Widerstand der Bürgerinitiativen blieb unbemerkt.Eine junge österreichweite Klimabewegung genannt System Change, not Climate Change! will das ändern. Ein Positionspapier, Medienarbeit, ein Aktionstag am 1. Oktober 2016 sowie ein Klimacamp sollen die Debatte darüber anfachen, ob wir uns heutzutage eine Infrastruktur, die das Klima massiv anheizt und die Biodiversität sowie landwirtschaftliche Flächen zerstört, noch leisten können.Die geplante dritte Flugpiste soll der massiven Steigerung des Flugverkehrs dienen, Schwechat soll zum Drehkreuz werden. Rund 760 Hektar Fläche würde das Projekt in Anspruch nehmen, darunter vorwiegend Ackerfläche. Betroffen wären auch 20 Hektar Wald sowie Schutzgebiete von seltenen Tieren. Die Flugbahn würde den Flugverkehr genau über die Ballungszentren des Grossraums Wien leiten, wovon mindestens 350‘000 Menschen betroffen wären. Original Author:  Magdalena Heuwieser*

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KRISE UND IDEOLOGIE: Herrschaft im Kapitalismus

KRISE UND IDEOLOGIE: Herrschaft im Kapitalismus

Bilanz und Perspektiven der Diskussionsgruppe zum Thema «Krise und Ideologie»: Ich möchte hier auf zwei Punkte zurückkommen, die in den Diskussionen von Ernst Lohoff und Norbert Trenkle der Gruppe Krisis entwickelt wurden und die meiner Meinung nach ausschlaggebend sind für viele der Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Analyse der heutigen Situation. Viele Unstimmigkeiten betreffend der politischen oder geostrategischen Lage finden ihren Ursprung in einer falschen Auffassung dessen, was das Wesen des Kapitalismus ausmacht.Grob zusammengefasst kann man diese verschiedenen Analysen an zwei Fragen klarmachen:1. Was heisst Herrschaft im Kapitalismus, wie ist sie strukturiert und wie wird sie ausgeübt?2. Wie ist das Verhältnis zwischen Individuum und System, wie können wir handeln, wenn wir davon ausgehen, dass wir von einem einzigen, allgemein gültigen abstrakten Prinzip beherrscht werden?Was die Frage der Herrschaft angeht, so meinen Viele, der Kapitalismus sei seinem Wesen nach eine äussere Herrschaft, dominiert von einem oder mehreren Zentren, der Völker oder Regionen der Welt besetzt und kolonialisiert, die an sich nicht kapitalistisch seien. Original Author:  Paul Braun

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KOMPLIZIERTER ORIENT: Stimmen aus dem Orient

KOMPLIZIERTER ORIENT: Stimmen aus dem Orient

Bei diesem Plenum setzten sich Stephane Lacroix, Forscher am Institut für internationale Studien (CERI) und Spezialist für Saudi-Arabien, Loulouwa al Rashid, Politologin aus dem Irak, Fadwa Suleiman, syrische Schauspielerin und Dichterin sowie die türkische Soziologin Pinar Selek mit einigen Aspekten des „komplizierten Orients“ auseinander. Eine kurze Zusammenfassung:Die Politik Saudi-ArabiensStephane Lacroix zufolge ging es der saudi-arabischen Politik bis vor kurzem auf sehr pragmatische Weise um den Schutz der eigenen Interessen; sie sei das Ergebnis einer langjährigen Arbeitsteilung zwischen politischer und religiöser Führung.Als Verbündete der USA seit 1945 (die Erdölkompanie „Saudi Aramco“ wurde von den Amerikanern gegründet!), richtete sich die ultrakonservative Politik der Saudis gegen jede Form der Veränderung: gegen Nasser während des Kalten Krieges an der Seite des Schah in den 1960-70er Jahren, gegen den Iran von Khomeini, der in den Augen der Saudis einen revolutionären Islam verkörperte. Original Author:  Isabelle Bourboulon

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MIGRATION UND SOLIDARITÄT: Migration am runden Tisch

MIGRATION UND SOLIDARITÄT: Migration am runden Tisch

Am 2. August wurde eine Radiosendung zum Thema «Migration und Solidarität» ausgestrahlt. Um den runden Tisch des mobilen Studios von Radio Zinzine sassen Natascha (CAMZ)1 aus der Ukraine, Dieter aus Österreich (EBF) Oumarou aus Mali (AEI)2, Nathalie aus Paris und engagierte Menschen aus Ventimiglia und aus Thessaloniki. Hier eine Zusammenfassung des Gesagten.EU-Aussengrenze UkraineEuropa schiebt unerwünschte Flüchtlinge in die Ukraine ab. Im Jahr 2008 wurde in der Ukraine die Organisation Border Monitoring Project gegründet, um Migrationsbewegungen an der Grenze zu Ungarn zu beobachten, Zeugenaussagen der Migrant_innen entgegenzunehmen und zu sammeln. Es kommen vor allem Somali-er_innen, Tschetschen_innen und Afghan_innen, oft werden sie aus europäischen Ländern zurückgeschickt. Original Author:  Isabelle Bourboulon

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MIGRATION UND SOLIDARITÄT: Solidaritätserklärung des EBF-Kongresses*

MIGRATION UND  SOLIDARITÄT: Solidaritätserklärung des EBF-Kongresses*

Seit Monaten verstärken sich die Repressionsmassnahmen gegen Geflüchtete, vor allem in Ventimiglia (Italien). Die Überquerung der französisch-italienischen Grenze wird immer schwieriger und die Solidarität mit den Geflüchteten immer mehr kriminalisiert. Die Situation ist sehr angespannt und hat sich noch verschärft.Über 400 Menschen aus verschiedenen Kollektiven, Bewegungen und Zusammenhängen aus aller Welt haben sich diese Woche (29. Juli bis 5. August) für den Kongress des Europäischen BürgerInnenforums (EBF) in der Nähe von Forcalquier in Südfrankreich versammelt.Hiermit protestieren wir auf das Heftigste gegen die Ereignisse der letzten Tage an der französisch-italienischen Grenze.In der Nacht des 4. August 2016, haben etwa 300 Geflüchtete beschlossen, das Lager des italienischen Roten Kreuzes zu verlassen, um zur Grenze zu marschieren. Sie wollten kollektiv die Öffnung der Grenze bewirken sowie die Freilassung eines Kameraden, der in ein Lager im Süden Italiens gebracht worden war.

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AGROKONZERNE: Das internationale Monsanto Tribunal

AGROKONZERNE: Das internationale Monsanto Tribunal

Seit Jahren regt sich in der Zivilgesellschaft grosser Widerstand gegen den Agrokonzern Monsanto. Am 21. Mai, dem internationalen Protesttag «March against Monsanto», gingen weltweit Tausende auf die Strasse. Mit dem Monsanto Tribunal wird nun öffentlich dem Unternehmen der Prozess gemacht. Original Author:  Esther Gerber Amsterdam, den 7. Juni 2016

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KOLUMBIEN: Eine vielversprechende Saat – trotz alledem

KOLUMBIEN: Eine vielversprechende Saat – trotz alledem

Bauern, Bäuerinnen und die indigene Bevölkerung in Kolumbien führen einen schwierigen Kampf um die Bewahrung von traditionellem Saatgut und für die Ernährungssouveränität. Genveränderte Maissorten sind dabei ihre gefährlichen Gegnerinnen. Neue Tests beweisen deren Präsenz.Ausgehend von ein paar Maiskörnern, die in einer gut umsorgten Erde gepflanzt werden, können wir Saatgut vermehren und dieses mit anderen Menschen teilen, die wertvolle Samen verwenden möchten und sie selber vervielfachen wollen. Ich bin optimistisch – trotz vieler Schwierigkeiten: Unsere Arbeit in Kolumbien mit dem Netzwerk «Red de Guardianes de Semillas de Vida» (RGSV, Hüter_innen der Samen des Lebens) in Verbindung mit unserem kleinen französischen Verein «Les Pieds dans la Terre» (die Füsse in der Erde) [3] und einzelnen Organisationen in Frankreich und in der Schweiz geht voran! Vieles ist besser geworden: Es gibt mehr und mehr selbst produziertes Saatgut; mehr und mehr Leute interessieren sich dafür, reden darüber und werden aktiv. Original Author:  Cynthia Osorio Torres*

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