KRISE UND IDEOLOGIE: Herrschaft im Kapitalismus

KRISE UND IDEOLOGIE: Herrschaft im Kapitalismus

Bilanz und Perspektiven der Diskussionsgruppe zum Thema «Krise und Ideologie»: Ich möchte hier auf zwei Punkte zurückkommen, die in den Diskussionen von Ernst Lohoff und Norbert Trenkle der Gruppe Krisis entwickelt wurden und die meiner Meinung nach ausschlaggebend sind für viele der Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Analyse der heutigen Situation. Viele Unstimmigkeiten betreffend der politischen oder geostrategischen Lage finden ihren Ursprung in einer falschen Auffassung dessen, was das Wesen des Kapitalismus ausmacht.Grob zusammengefasst kann man diese verschiedenen Analysen an zwei Fragen klarmachen:1. Was heisst Herrschaft im Kapitalismus, wie ist sie strukturiert und wie wird sie ausgeübt?2. Wie ist das Verhältnis zwischen Individuum und System, wie können wir handeln, wenn wir davon ausgehen, dass wir von einem einzigen, allgemein gültigen abstrakten Prinzip beherrscht werden?Was die Frage der Herrschaft angeht, so meinen Viele, der Kapitalismus sei seinem Wesen nach eine äussere Herrschaft, dominiert von einem oder mehreren Zentren, der Völker oder Regionen der Welt besetzt und kolonialisiert, die an sich nicht kapitalistisch seien. Original Author:  Paul Braun

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KOMPLIZIERTER ORIENT: Stimmen aus dem Orient

KOMPLIZIERTER ORIENT: Stimmen aus dem Orient

Bei diesem Plenum setzten sich Stephane Lacroix, Forscher am Institut für internationale Studien (CERI) und Spezialist für Saudi-Arabien, Loulouwa al Rashid, Politologin aus dem Irak, Fadwa Suleiman, syrische Schauspielerin und Dichterin sowie die türkische Soziologin Pinar Selek mit einigen Aspekten des „komplizierten Orients“ auseinander. Eine kurze Zusammenfassung:Die Politik Saudi-ArabiensStephane Lacroix zufolge ging es der saudi-arabischen Politik bis vor kurzem auf sehr pragmatische Weise um den Schutz der eigenen Interessen; sie sei das Ergebnis einer langjährigen Arbeitsteilung zwischen politischer und religiöser Führung.Als Verbündete der USA seit 1945 (die Erdölkompanie „Saudi Aramco“ wurde von den Amerikanern gegründet!), richtete sich die ultrakonservative Politik der Saudis gegen jede Form der Veränderung: gegen Nasser während des Kalten Krieges an der Seite des Schah in den 1960-70er Jahren, gegen den Iran von Khomeini, der in den Augen der Saudis einen revolutionären Islam verkörperte. Original Author:  Isabelle Bourboulon

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MIGRATION UND SOLIDARITÄT: Migration am runden Tisch

MIGRATION UND SOLIDARITÄT: Migration am runden Tisch

Am 2. August wurde eine Radiosendung zum Thema «Migration und Solidarität» ausgestrahlt. Um den runden Tisch des mobilen Studios von Radio Zinzine sassen Natascha (CAMZ)1 aus der Ukraine, Dieter aus Österreich (EBF) Oumarou aus Mali (AEI)2, Nathalie aus Paris und engagierte Menschen aus Ventimiglia und aus Thessaloniki. Hier eine Zusammenfassung des Gesagten.EU-Aussengrenze UkraineEuropa schiebt unerwünschte Flüchtlinge in die Ukraine ab. Im Jahr 2008 wurde in der Ukraine die Organisation Border Monitoring Project gegründet, um Migrationsbewegungen an der Grenze zu Ungarn zu beobachten, Zeugenaussagen der Migrant_innen entgegenzunehmen und zu sammeln. Es kommen vor allem Somali-er_innen, Tschetschen_innen und Afghan_innen, oft werden sie aus europäischen Ländern zurückgeschickt. Original Author:  Isabelle Bourboulon

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MIGRATION UND SOLIDARITÄT: Solidaritätserklärung des EBF-Kongresses*

MIGRATION UND  SOLIDARITÄT: Solidaritätserklärung des EBF-Kongresses*

Seit Monaten verstärken sich die Repressionsmassnahmen gegen Geflüchtete, vor allem in Ventimiglia (Italien). Die Überquerung der französisch-italienischen Grenze wird immer schwieriger und die Solidarität mit den Geflüchteten immer mehr kriminalisiert. Die Situation ist sehr angespannt und hat sich noch verschärft.Über 400 Menschen aus verschiedenen Kollektiven, Bewegungen und Zusammenhängen aus aller Welt haben sich diese Woche (29. Juli bis 5. August) für den Kongress des Europäischen BürgerInnenforums (EBF) in der Nähe von Forcalquier in Südfrankreich versammelt.Hiermit protestieren wir auf das Heftigste gegen die Ereignisse der letzten Tage an der französisch-italienischen Grenze.In der Nacht des 4. August 2016, haben etwa 300 Geflüchtete beschlossen, das Lager des italienischen Roten Kreuzes zu verlassen, um zur Grenze zu marschieren. Sie wollten kollektiv die Öffnung der Grenze bewirken sowie die Freilassung eines Kameraden, der in ein Lager im Süden Italiens gebracht worden war.

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AGROKONZERNE: Das internationale Monsanto Tribunal

AGROKONZERNE: Das internationale Monsanto Tribunal

Seit Jahren regt sich in der Zivilgesellschaft grosser Widerstand gegen den Agrokonzern Monsanto. Am 21. Mai, dem internationalen Protesttag «March against Monsanto», gingen weltweit Tausende auf die Strasse. Mit dem Monsanto Tribunal wird nun öffentlich dem Unternehmen der Prozess gemacht. Original Author:  Esther Gerber Amsterdam, den 7. Juni 2016

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KOLUMBIEN: Eine vielversprechende Saat – trotz alledem

KOLUMBIEN: Eine vielversprechende Saat – trotz alledem

Bauern, Bäuerinnen und die indigene Bevölkerung in Kolumbien führen einen schwierigen Kampf um die Bewahrung von traditionellem Saatgut und für die Ernährungssouveränität. Genveränderte Maissorten sind dabei ihre gefährlichen Gegnerinnen. Neue Tests beweisen deren Präsenz.Ausgehend von ein paar Maiskörnern, die in einer gut umsorgten Erde gepflanzt werden, können wir Saatgut vermehren und dieses mit anderen Menschen teilen, die wertvolle Samen verwenden möchten und sie selber vervielfachen wollen. Ich bin optimistisch – trotz vieler Schwierigkeiten: Unsere Arbeit in Kolumbien mit dem Netzwerk «Red de Guardianes de Semillas de Vida» (RGSV, Hüter_innen der Samen des Lebens) in Verbindung mit unserem kleinen französischen Verein «Les Pieds dans la Terre» (die Füsse in der Erde) [3] und einzelnen Organisationen in Frankreich und in der Schweiz geht voran! Vieles ist besser geworden: Es gibt mehr und mehr selbst produziertes Saatgut; mehr und mehr Leute interessieren sich dafür, reden darüber und werden aktiv. Original Author:  Cynthia Osorio Torres*

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Ventimiglia: Geflüchtete überrennen Grenzanlagen Solidaritätserklärung vom Kongress des Europäischen Bürgerforums

Ventimiglia: Geflüchtete überrennen Grenzanlagen  Solidaritätserklärung vom Kongress des Europäischen Bürgerforums

- Über 400 Menschen aus verschiedenen Kollektiven, Bewegungen und Zusammenhängen aus aller Welt haben sich diese Woche (29.Juli -5.August) für den Kongress des Europäischen Bürgerforums (FCE) in der Nähe von Forcalquier versammelt. Hiermit protestieren wir auf das heftigste gegen die Ereignisse der letzten Tage an der französisch-italienischen Grenze. - Seit Monaten verstärken sich die Repressionsmaßnahmen gegen Geflüchtete, vor allem in Ventimiglia (Italien). Die Überquerung der französisch-italienischen Grenze wird immer schwieriger und die Solidarität mit den Geflüchteten immer mehr kriminalisiert. Die Situation ist sehr angespannt und hat sich noch verschärft: In der Nacht des 4. August 2016, haben ungefähr 300 Geflüchtete beschlossen, das Lager des italienischen Roten Kreuz zu verlassen, um zur Grenze zu laufen. Sie wollten kollektiv die Öffnung der Grenze bewirken sowie die Freilassung eines Genossen, der in ein Gewahrsamlager im Süden Italiens gebracht wurde. Original Author:  Die Kollektive, Vereine und Personen vom FCE-Kongress 6.August 2016

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SPANIEN: Die Hoffnung stirbt zuletzt!

 SPANIEN: Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Angesichts der aktuellen Situation unserer Freund_innen der andalusischen Gewerkschaft SAT/SOC 1 in Somontes, fällt mir dieses alte Sprichwort La esperanza es lo último que se pierde! (Die Hoffnung stirbt zuletzt) ein. In der heutigen Zeit gibt es nur einige Orte und immer weniger Menschen, denen es möglich ist, die Hoffnung nicht sterben zu lassen.Ich selbst fühle mich glücklich, zu diesen Menschen zu gehören und Einige von ihnen zu kennen. Ein Ort, der mich motiviert, befindet sich im Herzen Andalusiens im Tal von Guadalquivir. Dort haben die grossen Kalifen der Omeya-Dynastie die schönsten Pferde der Antike gezüchtet. Eine reiches Land mit armen Menschen. Und es ist kein Zufall; dieses Land wurde seit dem Sturz des Taifa-Königreiches von despotischen Generälen und Aristokraten regiert. Sie errungen den Sieg im heiligen Krieg gegen den Islam und verdunkelten die Lichter von Al-Andalus durch die Schatten der Inquisition. Eine lange und dunkle Inquisition, die es geschafft hat, bis in unsere Tage fortzudauern. Original Author:  Inaki Mendialdua Pinedo

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FRANKREICH: Wer kämpft, kann gewinnen

FRANKREICH: Wer kämpft, kann gewinnen

– jedenfalls mitunter. Bislang hat sich die seit nunmehr vollen drei Monaten anhaltende Streik- und Protestbewegung gegen das geplante «Arbeitsgesetz» in Frankreich zwar an diesem Punkt nicht durchgesetzt, jedoch bereits Einiges erreicht – und macht weiter. Wie das Kräfteringen ausgehen wird, steht allerdings noch nicht fest, denn das parlamentarische Tauziehen ist noch nicht beendet. Nach der Debatte im Senat vom 13. bis 28. Juni muss der Entwurf in die Nationalversammlung zurückgegeben werden, im Konfliktfall hat diese Kammer das letzte Wort. Die Zweifel wachsen allerdings, ob diese relativ lange Periode für die Regierung nicht doch schwer durchzustehen sein wird. Dazwischen liegt die  Fussball-Europameisterschaft, die an diesem Freitag in Saint-Denis bei Paris eröffnet wird. Original Author:  Bernard Schmid, Paris, den 13. Juni 2016

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WALD UND FELD: Neuigkeiten vom Widerstand in Bure

WALD UND FELD: Neuigkeiten vom Widerstand in Bure

Der Widerstand in Bure gegen die Endlagerung von Nuklear-abfällen wird fortgesetzt und ständig neu erfunden. Angesichts der kommenden Verseuchung eines ganzen Gebietes durch Atommüll stellen sich Fragen über die Zukunft von Landwirtschaft und Wald.Neben der kontinuierlichen Informationsarbeit über Kernenergie bilden sich eine Erweiterung und neue Perspektiven des Widerstandes heraus. Die Bindung und Verankerung im Herzen dieser ländlichen Gebiete ist ebenfalls eine zentrale Frage. Sie drohen zu ausschliesslichen Produktionszonen für die Städte zu werden, jeglichen Lebens entleert.Am Dienstag, den 17. Mai 2016, haben die Senatoren einen Gesetzesvorschlag geprüft, der die Beschleunigung der Inbetriebname des Zentrums für die Endlagerung von Nuklearabfällen CIGEO in Bure (Meuse/Haute Marne) als «Pilotprojekt in der Forschungsphase» anstrebt. Wenn dieses neue Gesetz in Kraft tritt, wird uns – ohne Abstimmung – ein gigantisches Atommüllprojekt aufgezwungen. Vor uns: Berge von Risiken, ein sich abzeichnendes finanzielles Desaster und der programmierte Tod eines ganzen Gebietes.Strahlende Aussaaten, keine verstrahlten Felder Original Author:  Einige aus dem französischen Osten

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